Das Burgenland baut seinen Rettungsdienst aus

Symbolbild
Zwei neue Einsatzstellen, zehn zusätzliche Teams und 15 weitere Notfallsanitäter sind geplant.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat am Freitag einen Ausbau des Rettungsdienstes im Burgenland angekündigt. Zwei neue Einsatzstellen sollen eingerichtet und zehn zusätzliche Teams sowie 15 weitere Notfallsanitäter eingesetzt werden. Zur Finanzierung wird der "Rettungseuro" von derzeit 13,5 auf 24,4 Euro pro Einwohner angehoben.

Anstieg an Einsätzen

Damit will das Land der steigenden Zahl an Rettungseinsätzen Rechnung tragen - 2023 waren es insgesamt rund 115.000. Mit dem Ausbau sollen Versorgung und Qualität weiter gewährleistet bleiben. "Wir wollen sicherstellen, dass wir in einer entsprechenden Zeit bei den Verunfallten sind", hielt Doskozil fest.

Zurndorf und Großpetersdorf

Die beiden neuen Einsatzstellen werden in Zurndorf (Bezirk Neusiedl am See) und in Großpetersdorf (Bezirk Oberwart) eingerichtet. Jene in Rudersdorf (Bezirk Jennersdorf) wird zu einem 24-Stunden-Betrieb ausgebaut, betonte der Landeshauptmann. Insgesamt werde es dann 60 Einsatzteams an 17 Standorten geben. Das soll auch per Verordnung festgelegt werden.

In den 15 Rettungsfahrzeugen, die im Burgenland unterwegs sind, wird das Personal laut Doskozil um jeweils einen zusätzlichen Notfallsanitäter aufgestockt. Künftig sollen damit zwei Sanitäter, statt wie bisher einer, und ein Zivildiener im Einsatz sein. In einem ersten Schritt werden zunächst vier neue Notfallsanitäter gesucht, in Zukunft dann weitere elf.

Die Notarztversorgung wird in Oberpullendorf, Oberwart und Güssing einheitlich tagsüber durch die Krankenhäuser gestellt und nachts durch vom Roten Kreuz organisierte freiberufliche Ärzte. In Eisenstadt erfolgt der Dienst weiterhin durch das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und in Frauenkirchen durch freie Ärzte.

Den "Rettungseuro" zahlen zu je 50 Prozent Land und Gemeinden. Insgesamt würden dann 27 Millionen Euro für die komplette Versorgung zur Verfügung stehen, meinte Doskozil. Thomas Wallner, Landesgeschäftsleiter des Roten Kreuzes, sprach angesichts der Neuerungen von einem "Riesensprung bei Qualität und Quantität". Der Geschäftsführer des Samariterbundes, Gerald Fitz, sah das Burgenland dadurch in einer "Vorreiterrolle".

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