APA - Austria Presse Agentur

Rote Gewerkschafter verlieren bei Kärntner AK-Wahl deutlich

Mit deutlichen Verlusten für die sozialdemokratischen Gewerkschafter ist die Kärntner Arbeiterkammer-Wahl zu Ende gegangen. Dennoch behielt die FSG von Präsident Günther Goach mit 69,3 Prozent deutlich ihre Position als stärkste Kraft. Stark zulegen konnten die Freiheitlichen Arbeitnehmer, die 18,6 Prozent erreichten. Die Christgewerkschafter verloren leicht auf 5,2 Prozent. Die Grün-nahen Alternativen und Unabhängigen Gewerkschafter legten ein wenig auf 3,1 Prozent zu.

Die FSG mit ihrem seit 2002 amtierenden Präsidenten hatte in Kärnten das österreichweit beste Ergebnis von 77,6 Prozent zu verteidigen. Das misslang laut dem nach Mitternacht veröffentlichten Ergebnis mit einem Minus von immerhin 8,3 Prozentpunkten. Die Freiheitlichen mit Spitzenkandidat Manfred Mischelin legten hingegen um 5,5 Punkte zu. Einen halben Prozentpunkt verlor der ÖAAB, womit er wieder auf dem Ergebnis der vorletzten Wahl landete. Die AUGE, die vor fünf Jahren halbiert worden war, konnte nun wieder 0,5 Prozentpunkte gut machen.

Einen Achtungserfolg landete die Allgemeine Liste Gesundheitspersonal, die bei ihrem ersten Antritt mit 2,9 Prozent nur knapp hinter den Alternativen Gewerkschaftern blieb. Der Gewerkschaftliche Linksblock musste sich hingegen mit 0,9 Prozent begnügen. Das entsprach in etwa dem Ergebnis von 2019 (minus 0,1 Prozentpunkte).

Im Tiefflug unterwegs war die Wahlbeteiligung mit - laut Angaben von Wahlleiter Maximilian Turrini - rund 32,5 Prozent. Vor fünf Jahren lag sie noch bei 38,8 Prozent, 2014 bei 40,8 Prozent. Das endgültige Ergebnis wird nach Auszählung aller Wahlkarten am kommenden Montag feststehen.

Präsident Goach fochten seine Verluste, die ein Minus an sechs Mandaten bedeuten, nicht an. In einem Statement auf der Homepage der Kammer zeigte er sich über den klaren Wahlsieg der Sozialdemokraten erfreut. Es sei dies der eindeutige Auftrag, weiterhin mit voller Kraft für Arbeitnehmerrechte und vor allem für Entlastung zu kämpfen.

Der Urnengang in Kärnten war der vierte im Rahmen der Arbeiterkammer-Wahl 2024. Das Ergebnis der FSG in Kärnten ist bisher immer noch das beste, wenn auch nur mehr knapp. Denn in Salzburg hatten die Sozialdemokraten ihre Zwei-Drittel-Mehrheit auf 68,9 Prozent sogar noch ausgebaut. Ganz im Westen blieben die Christgewerkschafter die stärkste Fraktion, allerdings mit Verlusten. In Tirol kam man auf 59,2 Prozent, in Vorarlberg auf 42,4 Prozent.

Noch im Laufen ist die Wahl in Oberösterreich, wo bis 18. März, also Montag kommender Woche, abgestimmt werden kann. Ab 10. April wird dann in der Ostregion gewählt, den Abschluss macht die Steiermark, wo der Urnengang am 16. April beginnt und am 29. dieses Monats endet.