Roter Landesparteirat berät über Tiroler Koalitionspakt

Dornauer muss den ÖVP/SPÖ-Pakt von der Partei absegnen lassen
Der Koalitionspakt zwischen der Tiroler ÖVP und SPÖ, der in den vergangenen drei Wochen ausverhandelt worden war, muss Donnerstagabend die rote Feuerprobe bestehen. Der SPÖ-Landesparteirat kam im ÖGB-Haus in Innsbruck zusammen, um über den Pakt zu beraten und ihn abzusegnen. Rund 80 Personen waren dazu geladen. Am Freitag steht dann die gemeinsame Präsentation des Übereinkommens mit der ÖVP an.

Um kurz nach 20.00 Uhr schlossen sich die roten Türen im Dachgeschoss des ÖGB. Am Programm stand neben der Abstimmung über den Koalitionspakt auch die Zustimmung zu den Regierungsmitgliedern. Zudem wird Daniel Schmid von den Delegierten als künftiger Bundesrat nominiert.

Die SPÖ verhandelte sich drei von insgesamt acht Landesräten heraus. SPÖ-Chef Georg Dornauer wird erster Landeshauptmannstellvertreter. Dies stellt ein Novum dar, bisher ließ sich der stets schwarze Landeshauptmann von einem Parteifreund an erster Stelle vertreten. Der Landesparteivorsitzende wird zudem Wohnen, Integration und Sport übernehmen. Neben Dornauer wird die Gewaltschutzexpertin und Juristin Eva Pawlata auf der Tiroler Regierungsbank Platz nehmen. Sie wird für das Sozialressort verantwortlich sein. Als dritten Landesrat holte die SPÖ einen Quereinsteiger von den ÖBB: Regionalmanager René Zumtobel wird Verkehrs- und Umweltlandesrat.

Ex-SPÖ-Chefin und Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik wird Landtagsvizepräsidentin, Landtagsabgeordnete Elisabeth Fleischanderl übernimmt den SPÖ-Klubvorsitz. Die konstituierende Sitzung des roten Landtagsklubs war bereits am Nachmittag erfolgt.

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