APA - Austria Presse Agentur

Rückgang der Arbeitslosenzahlen verlangsamt sich

Der Rückgang der wöchentlichen Arbeitslosenzahlen hat sich deutlich verlangsamt.

Die Zahl der Arbeitslosen und AMS-SchulungsteilnehmerInnen beträgt derzeit 368.397, ein Minus von 7.083 gegenüber der Vorwoche, geht aus aktuellen Zahlen des Arbeitsministeriums hervor. In der vergangenen Woche war die Zahl der Menschen ohne Job noch um 17.000 Personen gesunken.

Die Öffnungsschritte nach dem monatelangen Lockdown haben zu einer teilweisen Entspannung am Arbeitsmarkt geführt. Seit 19. Mai verringerte sich die Arbeitslosenzahl laut Arbeitsministerium um 32.500. Im Vergleich zur Vor-Coronazeit gebe es aber derzeit noch um 27.500 Arbeitslose mehr als im Juni 2019.

Im Jahresabstand sei die Arbeitslosigkeit sogar um 146.000 zurückgegangen, so Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) am Dienstag in einer Aussendung. Die Krise werde aber "den Arbeitsmarkt noch einige Zeit begleiten".

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Über 300.000 Menschen auf Kurzarbeit

Zur Corona-Kurzarbeit sind aktuell 305.000 Personen angemeldet. Das Arbeitsministerium wies erneut darauf hin, dass die Zahl aufgrund der Öffnungen nicht die tatsächliche Zahl der derzeit Kurzarbeitenden widerspiegle. Die konkrete Zahl der Kurzarbeit-Abrechnungen für Mai lässt sich laut Ministerium erst ab August abschätzen.

Es gebe aber "erste Anzeichen für eine Entspannung". Die Anzahl der abgerechneten und geförderten Personen in der Kurzarbeit Phase 4 ab April 2021 liegt derzeit unter 200.000. Der erwartete deutliche Rückgang der Kurzarbeit mit dem Übergangsmodell ab Juli werde den Rückgang der Arbeitslosigkeit bremsen, hieß es aus dem Arbeitsministerium.

Positive Nachrichten zum Arbeitsmarkt vermeldete am Dienstag auch das größte private Stellenportal in Österreich. Auf karriere.at ist die Zahl der aktiven Stelleninserate im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 90 Prozent gestiegen und im Vergleich zu Mai 2019 um 14 Prozent. Damit gab es zuletzt mehr Stellenangebote als vor der Coronakrise. Die Gesamtzahl der Stelleninserate wollte karriere.at auf APA-Anfrage nicht bekanntgeben.