APA - Austria Presse Agentur

Rumänen wählen neuen Präsidenten

In Rumänien wird am Sonntag ein neuer Präsident gewählt. Als Favorit gilt Amtsinhaber Klaus Iohannis, der in Umfragen mit weitem Abstand vorne liegt. Er wird von der bürgerlichen Partei PNL unterstützt. Diese regiert erst seit einer Woche, nachdem die sozialdemokratische Vorgängerregierung mit einem Misstrauensvotum im Parlament gestürzt worden war.

Die neue bürgerliche Regierung unter Ludovic Orban hofft, mit einem wiedergewählten Präsidenten Iohannis einen Neuanfang im Kampf gegen Korruption machen zu können. Kritiker werfen der vorherigen Regierung vor, sie habe das Vorgehen gegen Korruption gebremst.

Erstmals seit der Wende 1989 könnte dagegen die Sozialdemokratie den Einzug in die Stichwahl verpassen. Um Platz zwei kämpfen die ehemalige sozialdemokratische Regierungschefin Viorica Dancila, der Chef der neugegründeten europafreundlichen Partei USR, Dan Barna, und der frühere Schauspieler Mircea Diaconu. Dancila war am 10. Oktober per Misstrauensvotum durch das Parlament gestürzt worden.

Rund 18,2 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, sich für einen von 14 Kandidaten zu entscheiden. Kein Kandidat dürfte auf Anhieb die absolute Mehrheit erreichen. Deshalb dürfte es am 24. November zu einer Stichwahl kommen.

Die Wahllokale schließen am Sonntag um 20.00 Uhr (MEZ). Unmittelbar danach sollen Prognosen auf der Basis von Nachwahlbefragungen veröffentlicht werden. Mit aussagekräftigeren Wahlergebnissen wird am Montag gerechnet.

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