APA - Austria Presse Agentur

Ryanair-Tochter mit ungewöhnlichem Ansinnen an Blümel

Nach einem 24-Stunden-Ultimatum der Ryanair-Tochter Laudamotion an die Gewerkschaft zur Unterzeichnung eines neuen Kollektivvertrags hat sich das Unternehmen am Donnerstag mit einem ungewöhnlichen Ansinnen an die Regierung gewendet. Finanzminister Blümel solle von der Gewerkschaft vida die Unterzeichnung des adaptieren Vertrages verlangen und diese an mögliche AUA-Hilfen knüpfen, hieß es.

"Die Unterzeichnung des Kollektivvertrages durch die vida muss zur Bedingung der staatlichen Beihilfe der Austrian Airlines gemacht werden", so Laudamotion am Donnerstag. "Nur so kann die vida dazu gebracht werden, den neuen Kollektivvertrag zu unterzeichnen, um im Laufe des heutigen Tages über 300 Arbeitsplätze in Wien zu retten", glaubt die österreichische Ryanair-Tochter.

Der Kollektivvertrag sei bereits von 95 Prozent der in Wien stationierten A320-Piloten und mehr als 70 Prozent des Kabinenpersonals sowie der Wirtschaftskammer akzeptiert. Die Gewerkschaft vida, die Tausende von Piloten und Flugbegleiter der AUA vertrete, weigere sich bis dato zu unterzeichnen, schrieb Laudamotion.

"Diese Haltung der Gewerkschaft wird dadurch im Laufe des heutigen Tages 300 gut bezahlte Arbeitsplätze in Wien vernichten", warnte die Lauda-Führung. Sie appellierte nun an Minister Blümel und die österreichische Regierung, zu handeln und die Arbeitsplätze der Lauda-Angestellten zu retten.

Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) hatte sich sich in einem "News"-Interview vorab für die Einführung eines Branchen-Kollektivvertrags für die heimische Luftfahrtbranche ausgesprochen.

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