APA - Austria Presse Agentur

Guter Schutz bei Kindern nach zwei Corona-Teilimpfungen

Die Covid-19-Impfung unter Verwendung der mRNA-Vakzine von Pfizer-BioNTech schützt Kinder und Jugendliche mit zwei Teilimpfungen gut.

Das gilt auch für die Omikron-Variante. US-Wissenschafter haben das jetzt in einer von staatlichen Stellen unterstützten Studie mit Daten bis 17. Februar dieses Jahres - somit auch für die Omikron-Variante von SARS-CoV-2 - belegen können, berichten sie im New England Journal of Medicine.

Für dich ausgesucht

"BNT162b2 (Pfizer-BioNTech/mRNA-Vakzine; Anm.) verringerte das Risiko für Spitalsaufnahmen durch Omikron-Infektionen um zwei Drittel bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren. Obwohl zwei Dosen bei Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren geringeren Schutz vor einer Spitalsaufnahme wegen Omikron im Vergleich zu SARS-CoV-2-Delta vermittelte, verhinderte die Impfung weiterhin kritische Krankheitsverläufe durch jede der beiden Virus-Varianten", schrieben jetzt Ashley Price und ihre Co-Autorinnen in der weltweit in Fachkreisen angesehensten medizinischen Fachzeitschrift (DOI: 10.1056/NEJMoa2202826).

Mit Unterstützung der nationalen Zentren für Krankheitskontrolle (CDC/Atlanta/Georgia) haben die Wissenschafter die Daten von 1.185 Kindern und Jugendlichen mit Covid-19-Erkrankung analysiert. 88 Prozent der Erkrankten hatten keine Impfung bekommen. Von den Erkrankten mussten 25 Prozent (291) auf Intensivstationen behandelt werden, 14 der Kinder und Jugendlichen starben. Als Vergleichsgruppe dienten 1.627 Gesunde mit Impfung. Die Studie wurde mit den Patienteninformationen aus 31 Krankenhäusern in 23 US-Bundesstaaten durchgeführt.

Hoher Schutz vor schwerem Krankheitsverlauf

Während des Vorherrschens der Delta-Variante von SARS-CoV-2 (Anfang Juli 2021 bis 18. Dezember 2021) betrug die Schutzrate bei den Zwölf- bis 18-Jährigen vor Spitalsaufnahmen nach zwei Impfungen im Zeitraum von zwei bis 22 Wochen vorher 93 Prozent, in den Wochen 23 bis 44 schließlich 92 Prozent. In dieser Altersgruppe verringerte sich die Wirksamkeit bei der Verhütung von Spitalsaufnahmen schließlich unter Vorherrschen der Omikron-Variante (19. Dezember 2021 bis 17. Februar 2022) auf 40 Prozent. Zu 79 Prozent geschützt blieben die Jugendlichen aber vor lebensbedrohendem Krankheitsverlauf und zu 20 Prozent vor jeglicher Covid-19-Erkrankung. Besser war die Schutzrate vor Spitalsaufnahmen bei den Fünf- bis Elfjährigen durch die Omikron-Variante: Es kam im Vergleich zu Ungeimpften um 68 Prozent seltener zu Hospitalisierungen.