APA - Austria Presse Agentur

Nach Zoll-Dilemma um Luxusuhr: Schwarzenegger bei Kitz-Auktion

Nach seinem "Luxusuhr"-Aufreger am Münchner Flughafen hat Arnold Schwarzenegger Donnerstagabend die Kitz-Society-Festspiele beim Stanglwirt in Going offiziell eröffnet.

Der Anlass: Seine Klima-Charity-Auktion samt Dinner. Mit Freundin Heather Milligan badete der "Terminator" mit Siegerlächeln im Blitzlichtgewitter am Red Carpet. Ein Mitgrund für die gute Laune: Ebenjene Luxusuhr der Marke Audemars Piguet, die "Arnie" nach Going "rettete", um sie dort versteigern zu lassen.

Schwarzenegger wurde von Beamten am Flughafen festgehalten

Drei Stunden lang war Schwarzenegger unter offenbar - laut seiner Schilderung - kuriosen Umständen von den Zollbeamten am Münchner Flughafen angehalten worden. Eine Geschichte, die heftige Wellen bis hin zur "New York Times", CNN und diversen anderen amerikanische Medien schlug. Nach Bezahlung einer saftigen Geldstrafe (kolportierte, für ihn wohl leicht verschmerzbare 35.000 Euro) und samt Steuerstrafverfahren im Gepäck kam er schließlich am Mittwoch in seinem Stamm- und Lieblingshotel Stanglwirt an. Um einen Tag später zur Tat zu schreiten - seiner Charity, die traditionell am Donnerstagabend den Startschuss für das Partywochenende der Stars und Sternchen bildet. Der Erlös der Auktion kommt der "Schwarzenegger Climate Initiative" zugute, die jedes Jahr im Mai den "Austria World Summit" in Wien ausrichtet und diverse weltweite Klimaprojekte unterstützt.

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Versteigerung für den guten Zweck

Für ebenjenen guten Zweck stand - neben der Schweizer Luxusuhr im "Arnie"-Privatbesitz, die exklusiv für Schwarzenegger entworfen wurde und auf 20 Stück weltweit limitiert ist - etwa ein Bild Schwarzeneggers aus der Feder von Christoph Palaschke parat. Außerdem gab es etwa ein Gemälde von Ski-Legende Franz Klammer, edlen Whisky, ein Wohnzimmerkonzert von TheBossHoss, einen "Governor Humidor", die Skulptur "The Big Kiss" von Niclas Castello, das Schwert aus "Conan der Barbar" oder eine Workout-Einheit mit dem Hollywoodstar höchstpersönlich zu ersteigern.

Auf eine Wortspende der "Steirischen Eiche" warteten die zahlreich erschienen Reporter und Fotografen vergeblich. Stattdessen strebte "Arnie" zusammen mit Freundin zügig in Richtung Reithalle - und damit in Richtung Dinner und Auktion.

Wenn Schwarzenegger ruft und solche Exponate zur Auktion stehen, dann lassen sich natürlich auch genügend sonstige Promis nicht lumpen und folgen dem Ruf. Da wären etwa am roten Teppich diesmal, bevor es ans Ersteigern ging, gewesen: "Arnie"-Spezi Ralf Moeller, Schauspieler Mark Keller, Ex-Model Barbara Meier mit Investor-Gatten Klemens Hallmann, Schauspielerin Nina Proll mit Modeexperte Adi Weiss oder die Frontmänner der Band "TheBossHoss". Ebenfalls ihr Schaulauf-Stelldichein gaben sich die "Magier" Thommy Ten und Amélie van Tass sowie Ex-Skigröße Felix Neureuther.

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Traditionsreicher "Tirol-Empfang"

Zur selben Zeit beging das Land - auch ganz in Feier- und Zeigelaune - in Kitzbühel in der "Goldenen Gams" seinen traditionsreichen "Tirol-Empfang". Nach dem "Landesüblichen Empfang" vor dem Hotel, in dem mit Schützen und Musik nicht gegeizt wurde, begingen Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP), Landeshauptmannstellvertreter und Sportreferent Georg Dornauer (SPÖ), ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober und Michael Huber, Präsident des Kitzbühel Ski-Clubs, höchst offiziell die Eröffnung der 84. Hahnenkammrennen. Anwesend bei dieser Feierlichkeit beispielsweise: Mitglieder der Tiroler Landesregierung, Digitalisierungsstaatssekretär und Innsbrucker Bürgermeisterkandidat Florian Tursky (ÖVP), Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann (ÖVP), eine Skigröße von einst, Ernst Hinterseer oder Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP).

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Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) ließ sich schließlich zu einer kleinen Motivationsrede hinreißen: "Für die Streif reichen 95 Prozent einfach nicht aus." Dort gelte es "nämlich 100 Prozent zu geben", ansonsten "wirft sie einen ab", betonte er. Auch über das Wesen der Hahnenkammwoche referierte Mattle: "Es soll ein großes Volksfest sein, aber es gilt auch maßvoll zu bleiben." Zweiteres sei vor allem deshalb wichtig, weil in dieser Woche Kitzbühel "der Skisport-Hotspot der Welt ist". Die Streif und deren Volksfest-Charakter gelte es jedenfalls zu erhalten: "Die Streif dient dem Sport und der Wirtschaft zugleich", so der Landeshauptmann."

Kurz zuvor beging das Land Niederösterreich - erstmals nach der Corona-Pandemie - wieder seinen "Niederösterreich-Empfang" im "Kitzhof". In Anwesenheit von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Mattle, Armin Assinger oder Ex-Goalie Michael Konsel und musikalisch begleitet von Nik P stand ein "gemütliches Beisammensein" mit Top-Weinen von ebensolchen Winzern am Programm. Der Empfang, der unter dem Motto "Ausg ́steckt ist" stand, verlief leider nicht friedlich. Ex-Skistar Matthias Mayer störte offenbar alkoholisiert die Veranstaltung und sorgte für einen Polizeieinsatz.