NATO-Erweiterung: Schwedens Premier spricht mit Erdogan

Schwedens Premier Kristersson sucht Gespräch mit Erdogan
Im Streit über die NATO-Norderweiterung trifft der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Dienstag in Ankara.

Nach dem Gespräch wollen die beiden gemeinsam vor die Presse treten, wie es aus Stockholm hieß. Ein genauer Zeitpunkt für die Zusammenkunft in der türkischen Hauptstadt ist bisher unklar.

Ratifizierung der sogenannten Beitrittsprotokolle

Die Türkei weigert sich bisher, mit der Ratifizierung der sogenannten Beitrittsprotokolle den Weg für die Aufnahme von Schweden und Finnland in die NATO freizumachen. Das Land begründet diese Haltung mit der angeblichen schwedischen und finnischen Unterstützung der syrischen Kurdenmiliz YPK, die Ankara als Ableger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und damit als "Terrororganisation" ansieht.

Schweden und Finnland hatten Mitte Mai infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine die Bündnismitgliedschaft beantragt. Damit die beiden nordischen Länder NATO-Mitglieder werden können, müssen ihre Anträge von allen 30 Mitgliedsstaaten ratifiziert werden. Nur die Türkei und Ungarn fehlen noch.

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