Das Jahr 2023 entschwindet, 2024 naht. Damit man verlässlich gut "hinüberrutscht", werden auch heuer wieder diverse Silvesterfeierlichkeiten aufgeboten. 

APA - Austria Presse Agentur

Silvester in den Bundesländern: Von "Highlife" bis "piano"

Das Jahr 2023 entschwindet, 2024 naht. Damit man verlässlich gut "hinüberrutscht", werden auch heuer wieder diverse Silvesterfeierlichkeiten aufgeboten.

Während wohl im privaten Rahmen flächendeckend zugeprostet wird, herrscht, was den öffentlichen Bereich betrifft, ein Feier-"Fleckerlteppich". In Wien und Landeshauptstädten wie Graz, Salzburg und Innsbruck gibt es größere, offizielle Feiern, in Linz und Bregenz etwa hingegen nicht, wie ein APA-Rundruf ergab.

In der Bundeshauptstadt dürfte das silvesterliche "Rambazamba" wieder vorprogrammiert sein: Die Wiener Innenstadt wird sich einmal mehr in eine Partymeile verwandeln. Laut dem Veranstalter - dem Stadt Wien Marketing - wird heuer am Silvesterpfad 80 Stunden Programm geboten. Zentrale Stationen sind der Rathausplatz, der Markt beim Riesenrad sowie die Freyung, der Platz Am Hof, der Graben, der Stephansplatz, die Kärntner Straße und der Neue Markt. Bespielt wird der Pfad bis 2.00 Uhr, und zwar mit unterschiedlichsten musikalischen Darbietungen. Die Bühne am Rathausplatz wird mit einem der zentralen Programmpunkte aufwarten, nämlich der Tribute Show "Falco - In Concert".

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Wien

Der Graben verwandelt sich am Silvestertag am Nachmittag einmal mehr zu Europas größtem Ballsaal. Dort können wieder Walzer-Tanzkurse absolviert werden. Feuerwerk gibt es keines. Anstelle großer pyrotechnischer Darbietungen wird am Rathausplatz eine achtminütige Lasershow zu den Klängen des Donauwalzers zu bewundern sein. Besucher, die selbst Raketen und Böller abschießen möchten, seien gewarnt: Das ist nämlich strikt verboten.

Steiermark

In der zweitgrößten Stadt Österreichs, der steirischen Landeshauptstadt Graz, wird seit dem Jahreswechsel von 2014 auf 2015 vor allem wegen der Feinstaubbelastung ebenfalls auf ein großes, von der Stadt organisiertes pyrotechnisches Feuerwerk verzichtet. Doch wie schon in den vergangenen Jahren wird beim Jahreswechsel von 2023 auf 2024 am Hauptplatz eine Wasser,- Licht- und Lasershow mit dem Rathaus als Hintergrundkulisse geboten. Das Silvester-Spektakel ist auf fünf teils unterschiedliche Shows über den Silvesterabend verteilt. Höhepunkt mit Jahresrückblick ist um Mitternacht. In den vergangenen Jahren waren tausende Zuschauerinnen und Zuschauer zu der Veranstaltung, die kostenlos zu sehen ist und auch Gastronomie zu bieten hat, gekommen. Der Grazer Hauptplatz war zumeist schon deutlich vor Mitternacht dicht gedrängt.

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Oberösterreich

Zumindest öffentliche Feier-"Flaute" herrscht hingegen in Oberösterreichs Landeshauptstadt: Das offizielle Linz richtet auch dieses Jahr zu Silvester keine Feiern aus. Die Landeshauptstadt sehe derartige Feierlichkeiten nicht als ihre Aufgabe an, hieß es aus dem Büro von Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ). Die Party am Hauptplatz, die es noch vor Corona gab, sei von Privaten auf die Beine gestellt worden.

Salzburg

Weiter westlich in Salzburg, der nach Einwohnerzahl viertgrößten Stadt des Landes, ist von öffentlicher Seite her mehr los: Zum Jahresausklang steigt auf dem Kapitelplatz in der Salzburger Altstadt eine zweitägige Silvesterparty mit Musik, Tanz und dem traditionellen Feuerwerk über der Festung Hohensalzburg. Der Salzburger Christkindlmarkt verwandelt sich zu einem Silvestermarkt. Für Stimmung sorgen "Starmania"-Gewinnerin Anna Buchegger, die Lungau Big Band mit Sängerin Sara De Blue und Pianist Robert Rias. Am Neujahrstag heißt es "alles Walzer" mit Florian Gschaider und dem Danceteam Emotion.

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Das Fest, veranstaltet vom Verein Salzburger Christkindlmarkt, beginnt um 13.30 Uhr mit afro-brasilianische Rhythmen. Auf einer großen Leinwand leuchten Silvester-Feuerwerke aus den Metropolen der Welt, und um 16.00 Uhr sind die Prangerstutzenschützen mit ihrem Neujahrsschießen lautstark zu hören. Das Salzburger Landestheater veranstaltet um 19.00 Uhr im Großen Festspielhaus das schon traditionelle Silvesterkonzert mit dem Mozarteumorchester Salzburg und Mitgliedern des Ballettensembles. Die Philharmonie Salzburg wartet um 17.00 Uhr mit einem Silvesterkonzert im Congress Center Zell am See und am 1. Jänner um 15.00 sowie 19.00 Uhr mit einem Neujahrskonzert unter dem Titel "Aus der Neuen Welt" im Großen Festspielhaus in Salzburg auf. In vielen Gemeinden treffen sich Einheimische und Gäste zu Silvesterfeierlichkeiten.

Tirol

Noch weiter westlich, in Tirols Landeshauptstadt Innsbruck, geht wieder der traditionelle "Bergsilvester" über die Bühne. Richtig los geht es um 21.00 Uhr: Mit der großen Party vor der Hofburg im Zentrum Innsbrucks. Tausende Besucher werden dabei traditionell erwartet. Für Stimmung sorgen werden eine "Bon Jovi"-Tributeband sowie ein DJ-Auftritt. Nach Mitternacht lädt zudem die Dogana des Congress Innsbruck zum Silvester-Clubbing ein. Hoch oben auf der Seegrube begrüßt indes laut den Verantwortlichen von Innsbruck Marketing ein "spektakuläres Feuerwerk" das neue Jahr. Darüber hinaus werden bereits ab dem 29. Dezember bis zum 6. Jänner jeweils ab 17.00 Uhr vier historische Gebäude - Hofburg, Hofkirche, der Dom zu St. Jakob sowie die berühmte Häuserzeile in Mariahilf - zur "spektakulären Kulisse für außerordentliche Bild- und Klangwelten mittels 3D-Fassadenmapping." Dabei handelt es sich um künstlerische Lichtprojektionen. Begleitet wird die Aktion von einer klanglichen Inszenierung.

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Kärnten

Ruhiger tritt man indes in Klagenfurt auf, es gibt keine größere, öffentlich organisierte Silvesterfeierlichkeit. Aber man kommt trotzdem auf seine Kosten: Am Neuen Platz vor dem Klagenfurter Rathaus hat der Christkindlmarkt bis Silvester seine Hütten geöffnet, eine Band wird bis zum Jahreswechsel für Stimmung sorgen. Die Bauernschaft feiert bereits am 30. Dezember ebendort ihren traditionellen Bauernsilvester - mit Kärntner Schmankerln und allerlei Ritualen. Ein offizielles Feuerwerk der Stadt bleibt wie auch schon die vergangenen Jahre aus, dafür gibt es eine Ausnahmeregelung wonach zwischen 23.30 und 00.30 Uhr Kleinfeuerwerke im Stadtgebiet gezündet werden dürfen.

Vorarlberg

Von öffentlicher Seite noch ruhiger rutscht man in Vorarlberg ins neue Jahr: Denn die Städte im "Ländle" halten sich aus den Silvester-Feierlichkeiten heraus und treten nicht als Veranstalter auf. Waren vor einigen Jahren noch große Feuerwerke üblich, so bleiben sie mittlerweile etwa in Feldkirch und Bregenz auch für Private verboten. In Dornbirn, Lustenau und Hohenems wurde das Abfeuern von Raketen und Böllern stark eingeschränkt, ist in der Silvesternacht aber in der Zeit zwischen 23.00 und 1.00 Uhr erlaubt.

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Burgenland

Anders die Lage am andere Ende Österreichs, in Burgenlands Landeshauptstadt Eisenstadt: Am Platz vor dem Schloss Esterhazy kann ins neue Jahr gefeiert werden. Die burgenländische Landeshauptstadt fungiert hier als Partner der Esterhazy Betriebe bei der laut Eigendefinition "größten Silvesterparty des Burgenlands". Ab 18.00 Uhr gibt es DJ- und später Livemusik - und um Mitternacht ein großes Feuerwerk.

Niederösterreich

Und in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten wird wieder zum Stadtsilvester geladen, der diesmal vom Herrenplatz auf den Rathausplatz übersiedelt. Dort könne auf den zu erwartenden Andrang ideal Rücksicht genommen werden, war der "Umzug" im Vorfeld begründet worden. Der Silvestercountdown wird mit einem audio-visuellem Feuerwerk auf der Rathausfassade enden. Mit dem Jahreswechsel soll der Donauwalzer über das Glockenspiel ertönen. Der Rathausplatz der Landeshauptstadt wird somit zur Bühne für den ersten Tanz 2024.