APA - Austria Presse Agentur

Söder sieht das Schlimmste zunächst überstanden

CSU-Chef Markus Söder sieht wichtige Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus, warnt aber vor Sorglosigkeit.

Man habe das Schlimmste zunächst überstanden, sagte Söder am Freitagabend in seiner Rede auf dem ersten Internet-Parteitag der CSU-Geschichte. "Wir sind ganz gut durchgekommen." Die CSU veranstaltet wegen der Corona-Krise erstmals ihren kleinen Parteitag ausschließlich virtuell.

Die vergangenen Wochen seien eine unglaubliche Bewährungsprobe für das Gesundheitssystem, für die Politik und die Bevölkerung gewesen. "Corona stresst. Die einen, weil sie sehr besorgt sind, die anderen, weil sie sehr genervt sind", räumte der bayerische Ministerpräsident ein. Corona bleibe aber eine existenzielle Herausforderung. "Wir bleiben dabei: Umsicht und Vorsicht und Besonnenheit ist unser entscheidender Ratgeber."

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Mit einem roten Knopf für Applaus hat die CSU auf ihrem ersten virtuellen Parteitag für ein bisschen reale Parteitagsstimmung zu sorgen versucht. Zur Ankunft von Parteichef Söder drückte Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) den Knopf am Freitag das erste Mal und löste damit lauten Jubel aus.

Die Parteitagsstrategen wählten den aufgezeichneten Beifall dabei von einem besonderen Tag in der Laufbahn Söders aus. Es sei der Applaus von seiner Wahl zum Parteichef, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume seinem Chef. Einen besonderen Wiedererkennungswert hatte der Jubel für Söder allerdings nicht. Die Frage, ob er den Beifall erkannt habe, musste er jedenfalls verneinen. "Nein, habe ich nicht erkannt", sagte Söder.

Bei dem Parteitag wird auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erwartet, er wird per Video live dazugeschaltet. Ein ursprünglich von Kurz erwarteter Gegenentwurf zum Wiederaufbauplan der deutschen Kazlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verzögert sich unterdessen. Es war zunächst unklar, wann das Papier der "Frugalen Vier" Nettozahler - Österreich, Niederlande, Schweden und Dänemark - vorgelegt wird. Die vier Länder bestehen im Gegensatz zu Merkel und Macron auf Coronahilfen in Form von rückzahlbaren Krediten und lehnen Zuschüsse aus dem EU-Budget ab.

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