Sohn eines Hamas-Gründers in Eisenstadt vor Gericht

Sicherheitsvorkehrungen am Landesgericht wurden für Prozess erhöht
Ein Sohn eines Mitbegründers der radikalislamischen Terrororganisation Hamas steht am Mittwoch in Eisenstadt vor Gericht. Dem 40-Jährigen werden die Verbrechen der terroristischen Vereinigung und der kriminellen Organisation vorgeworfen. Er soll laut Anklage Informationen für den militärischen Flügel der Hamas gesammelt haben. Der Prozess gegen den Palästinenser findet unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Der Angeklagte soll unter anderem Informationen über iranische Juden in Israel, die Tätigkeiten des israelischen Geheimdienstes Mossad und jüdischer Investoren in Afrika sowie vergangene Raketeneinschlagsziele in Israel gesammelt und weitergegeben haben - zunächst von 2004 bis 2017, dann wieder ab Anfang bis zumindest Mitte 2019. Der Prozess gegen den Mann, der 2021 als Flüchtling über die burgenländische Grenze nach Österreich eingereist ist, ist vorerst nur für einen Tag, bis 15.30 Uhr, angesetzt. Während der Verhandlung herrscht Fotografier- und Videoverbot. Die Mitglieder des Schöffensenates dürfen namentlich nicht bekannt gemacht werden.

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