APA - Austria Presse Agentur

SOS Mitmensch ruft zur Aufnahme von Flüchtlingen auf

Angesichts des drohendes Ausbruchs des Coronavirus in griechischen Flüchtlingslagern ruft SOS Mitmensch die österreichische Bundesregierung dazu auf, dem Beispiel Deutschlands zu folgen und Geflüchtete aufzunehmen. "Wann, wenn nicht jetzt, ist der richtige Zeitpunkt für grenzüberschreitende Solidarität und Hilfe?", heißt es in einer Aussendung der Hilfsorganisation am Montag.

Eine rasche Ausbreitung in den griechischen Lagern drohe angesichts der vorherrschenden Enge und der dortigen prekären hygienischen Bedingungen. Auch mangle es an ausreichender ärztlicher Versorgung. "Jetzt nichts zu tun wäre fatal. Es muss rasch gehandelt werden, bevor das Virus die Lager erreicht. Jeder Tag zählt!", betont SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak.

Deutschland hat Ende vergangener Woche zugesagt, 1.600 Flüchtlinge aus griechischen Lagern - vor allem kranke Kinder und ihre Familien - aufzunehmen. Mädchen unter 14 Jahren sollen besonders berücksichtigt werden. Für Österreich hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zuletzt eine Aufnahme abgelehnt. Vertreter des Grünen Koalitionspartners haben sich im Gegensatz dazu dafür ausgesprochen.

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