SPÖ-Sondierung mit Kärntner ÖVP begann freundschaftlich

SPÖ und ÖVP könnten in Kärnten weiter regieren
Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) hat am Donnerstag den Reigen der Sondierungsgespräche nach der Landtagswahl fortgesetzt. Nach der FPÖ am Vortag war diesmal der bisherige Koalitionspartner ÖVP an der Reihe. Obwohl die ÖVP parallel mit den anderen Fraktionen sprechen will, begann das Treffen im SPÖ-Landtagsklub freundschaftlich. Beide Seiten hatten bereits vor der Wahl die gute Zusammenarbeit in der Regierung betont.

Die ÖVP hatte am Sonntag mit rund 17 Prozent überraschend gut abgeschnitten und damit sogar ein Plus von rund 1,6 Prozentpunkten erzielt. Die Ausgangslage für Gruber für die Sondierungsgespräche ist daher gut. Er kann sich sogar vorstellen, bei einer möglichen künftigen Regierungsbeteiligung Landeshauptmannstellvertreter zu werden. Personaldebatten wird es allerdings noch länger nicht geben, beide Seiten wollen bei den Sondierungsgesprächen erst einmal inhaltliche Positionen abtasten.

Dass die ÖVP nach der SPÖ auch mit der FPÖ und dem Team Kärnten sondieren will, hat zumindest nach Außen zu keiner Verstimmung beim Koalitionspartner SPÖ geführt. Nicht dafür zu haben, während mit Kaiser verhandelt wird, sind allerdings die Freiheitlichen, betonte deren Obmann Erwin Angerer bereits am Mittwoch. Man wolle nicht als Spielball fungieren. Ganz ausgeschlossen ist eine rot-blaue Koalition noch immer nicht, hatte die Sondierung am Vortag doch auch einige Gemeinsamkeiten zutage gefördert.

Am Freitag spricht Kaiser noch mit Vertretern des Team Kärnten, das der einstige Rote Gerhard Köfer anführt. Danach will die SPÖ übers Wochenende beraten, mit welchen Parteien noch weiter im Gespräch bleibt.

Kommentare