Sprinkler setzte Bühne im Berliner Ensemble unter Wasser

Ursache bisher nicht geklärt
Das Berliner Ensemble hat nach einer Wasser-Havarie Ende vergangener Woche mit den Folgen zu kämpfen und arbeitet an einem eingeschränkten Notfallspielplan, wie es am Montag in einer Aussendung heißt. Die vollständige Beseitigung aller Schäden werde vermutlich bis zum Beginn der kommenden Spielzeit dauern. Die Schadensumme gehe in den Millionenbereich.

Am Freitag sei während der Pause von "Iwanow" aus bisher noch ungeklärten Gründen die Sprinkleranlage im Großen Haus ausgelöst worden, wodurch rund 15.000 Liter Wasser den kompletten Bühnenraum sowie die Unterbühne unter Wasser setzten. Aktuell werde geprüft, wie stark die Technik der Ober- und Untermaschinerie beschädigt wurde. Insbesondere Scheinwerfer und Beleuchtungsequipment, Elektrozüge, das Inspizientenpult und Tontechnik wurden durch die Wassermassen "stark in Mitleidenschaft gezogen", wie es heißt. Zudem wurde auch das aufgebaute Bühnenbild sowie der Bühnenboden stark beschädigt.

"Der Schock sitzt im ganzen Haus noch tief. Ich bin sehr froh, dass niemandem etwas zugestoßen ist", so Intendant Oliver Reese. Ob die Uraufführung von Sibylle Bergs "RCE" am 25. April wie geplant stattfinden kann, ist aktuell noch nicht absehbar.

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