"Stammdealer" von Schülern einer Wiener AHS festgenommen

An der Schule dürfte das "Drogenproblem" länger bekannt gewesen sein
Die Polizei hat einen 21-Jährigen festgenommen, der seit vergangenem Jänner Schüler einer AHS in Wien-Floridsdorf mit Cannabis versorgt haben soll. Vorangegangen waren umfangreiche Ermittlungen und Observationen des Landeskriminalamts Wien, Außenstelle Nord, berichtete die Landespolizeidirektion am Samstag in einer Aussendung. Als er einem Abnehmer "Gras" verkaufen wollte, wurde der mutmaßliche Dealer auf frischer Tat erwischt und aus dem Verkehr gezogen.

Wie Polizeisprecher Markus Dittrich auf APA-Anfrage mitteilte, dürfte der 21-Jährige - ein österreichischer Staatsbürger - in der Schule "Stammkundschaft" gehabt haben. Mindestens zehn Abnehmerinnen und Abnehmer sollen regelmäßig bei ihm eingekauft haben. In der Wohnung des 21-Jährigen konnte die Polizei 62 Gramm Cannabiskraut und 705 Euro in bar sicherstellen.

In der Vernehmung zeigte sich der 21-Jährige geständig. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er auf freiem Fuß angezeigt. An der betroffenen Schule war das "Drogenproblem" offenbar seit längerem bekannt. Entsprechende Beschwerden hatten die Schulleitung, aber auch die Bezirksvorstehung erreicht und waren an die Polizei weitergegeben worden, was Ausgangspunkt der Ermittlungen war.

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