APA - Austria Presse Agentur

Steirischer FFP2-Maskenhersteller nimmt Produktion wieder auf

Die Aventrium Health Care GmbH möchte ihre eingestellte Produktion wieder aufnehmen.

Der österreichische Hersteller von FFP2-Schutzmasken, Aventrium Health Care GmbH, will die im Sommer eingestellte Produktion der Gesundheitsausrüstung demnächst wieder aufnehmen.  Allerdings nicht mehr in Graz, sondern in Gleisdorf im oststeirischen Bezirk Weiz, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. In Graz hatte man in Spitzenzeiten 130 MitarbeiterInnen – darunter viele Leiharbeiter. An eine ähnliche Dimension denke man nun auch in Gleisdorf, hieß es auf Nachfrage der APA.

Zu Spitzenzeiten wurden am Grazer Standort mehrere Millionen Masken pro Woche produziert. In den Sommermonaten wurde jedoch das Betriebsgebäude in der Kasernstraße abgerissen. Dies und der Preiskampf bei den Schutzmasken führte dazu, dass im Juni rund zehn Millionen in Österreich produzierte und zertifizierte FFP2-Masken des Unternehmens über eine Auktionsplattform um den Startpreis von zehn Cent pro Maske versteigert wurden. Aufgelassen wurde auch die Produktion in Ungarn, jene nahe Frankfurt wurde beibehalten, wie es vonseiten der Sprecherin hieß. Doch nun steigen die Neuinfektionen wieder.

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In der Steiermark verblieb das "Office" in Dobl südlich von Graz, von wo aus die Neuansiedlung in Gleisdorf geplant wird und künftig auch der Verkauf stattfinden wird. Die Produktionsmaschinen habe man vom alten Standort übernommen, ebenso noch mehrere Millionen bereits produzierte Schutzmasken, auch ausreichend Produktionsmaterial sei noch vorhanden. Den neuen Standort könne man sofort in Betrieb nehmen, "wenn die Nachfrage weiterhin so rasant steigt und wir Spitzen in der Produktion abdecken müssen", wie Geschäftsführer Dominik Holzner in der Aussendung zitiert wurde. Nun warte man nur noch auf die Auftragsbestätigungen.

"Wir haben bereits sehr viele Anfragen", sagte Holzner zur APA. Größere Konzerne seien bereits dabei, größere Mengen einzukaufen und sich auf einen Herbst mit erhöhter Inzidenzrate vorzubereiten. "Wir haben viele neue Kunden, die bereit sind, für die Ware einen fairen Preis zu bezahlen", betonte Holzner.

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In Gleisdorf werde man sich auf die Produktion von FFP2-Masken beschränken: "Sie sind das Einzige, was wirklich gegen die Ansteckung hilft", so Holzner. Der junge Unternehmer setzt indessen auf ein weiteres Pferd: "Wir werden auch Naturpflegeprodukte anbieten, die selbstverständlich auch bei uns in Österreich und nach strengen Richtlinien erzeugt werden", kündigte der Unternehmenschef an.