APA - Austria Presse Agentur

EU-Wahl: Über 22.000 Vorzugsstimmen für Strache

Der abgetretene Vizekanzler Heinz Christian Strache könnte mit einem guten Vorzugsstimmenergebnis ins EU-Parlament einziehen.

In Wien, Niederösterreich und Salzburg wurden bereits mehr als 22.000 Vorzugsstimmen für den ehemaligen FPÖ-Parteichef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache ausgezählt. Für ein Direktmandat wären 33.000 nötig.

Grundsätzlich gilt: Wer mehr als fünf Prozent der Wähler seiner Partei zu einer Vorzugsstimme motivieren kann, wird auf der Kandidatenliste vorgereiht. Strache ist am 42. Listenplatz der FPÖ angetreten - eine nicht unübliche Solidaritätskandidatur, die er wegen des knappen Fristenlaufs nach seinem Rücktritt nicht mehr rückgängig machen konnte. Nicht bekannt ist bisher, ob Strache ein Vorzugsstimmenmandat annehmen würde.

Endgültig vorliegen wird das offizielle Vorzugsstimmenergebnis für die EU-Wahl erst Dienstag oder Mittwoch. Stand Montagmittag hatte Strache aber bereits über 22.000 Stimmen auf sich vereint - und zwar alleine in Wien, Niederösterreich und Salzburg und auch hier noch ohne Briefwahlstimmen.

Blauer Vorzugsstimmenkaiser ist in diesen drei Ländern bisher zwar Spitzenkandidat Harald Vilimsky mit rund 25.500. Schafft Strache aber die Fünf-Prozent-Hürde, würde er hinter Vilimsky gereiht. Das brächte die Listendritte, die Abgeordnete Petra Steger, um den Wechsel ins EU-Parlament. Die FPÖ-Riege wäre dann rein männlich, mit Vilimsky, Strache und Georg Mayer. Die FPÖ hat bei der Wahl eines ihrer bisher vier Mandate eingebüßt.

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