Tag der "letzten Worte" der Angeklagten im Grasser-Prozess

Grasser und Co. seit fast drei Jahren vor Gericht
Am 168. Tag im Grasser-Prozess geht es nun endgültig dem Ende zu. Die Angeklagten bekommen, nach den Plädoyers der Verteidiger und Staatsanwälte, am Donnerstag die Gelegenheit zu "letzten Worten" - wie es juristisch korrekt heißt. Die Angeklagten haben Richterin Marion Hohenecker versichert, sich kurz zu halten. Der letzte Akt des Schöffensenates ist dann das Urteil. Dieses soll an einem Freitag im November oder am 1. Freitag im Dezember folgen.

Damit gehen dann fast drei Jahre Hauptverhandlung in einem Korruptionsprozess, der im Dezember 2017 gestartet ist, zu Ende. Ein Angeklagter ist bereits verstorben.

Von den anfangs zwölf Schöffen sind noch fünf dabei - für ein Urteil sind zwei Schöffen notwendig, sonst wäre der Prozess geplatzt. Ein Abschluss der Causa Buwog - Korruptionsverdacht gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und andere - sowie anderer Anklagepunkte dürfte das Urteil nicht sein, Prozessbeobachter gehen davon aus, dass das Verfahren - egal wie es ausgeht - in die nächste Instanz geht.

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