Tag zwei der Münchner Sicherheitskonferenz

Tag zwei der Münchner Sicherheitskonferenz
Mit Reden von Deutschlands Kanzler Olaf Scholz und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj startet am Samstag (9.00 Uhr) der zweite Tag der Münchner Sicherheitskonferenz. Einen Tag nachdem beide in der deutschen Hauptstadt Berlin ein neues Abkommen zur Unterstützung unterzeichnet hatten, dürfte der Blick in beiden Reden nach vorne gerichtet sein. Im vergangenen Jahr konnte Selenskyj wegen des Krieges mit Russland nur per Video zugeschaltet werden.

Aus Israel werden zudem Präsident Yitzhak Herzog und Außenminister Israel Katz in der bayrischen Metropole erwartet. Außerdem sind hochrangige Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde sowie der arabischen Länder Saudi-Arabien, Katar, Ägypten und Jordanien dabei. Für Österreich ist Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) vor Ort.

Die Konferenz endet Sonntagnachmittag - an allen Tagen sind rund um den Konferenzort im Hotel Bayerischer Hof in der Münchner Innenstadt Proteste und Demonstrationen zu den unterschiedlichsten Themen angekündigt.

Am Freitag war die 60. Münchner Sicherheitskonferenz von UNO-Generalsekretär António Guterres eröffnet worden. Insgesamt werden rund 50 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt erwartet - darunter auch US-Vizepräsidentin Kamala Harris. Überschattet wurde der Auftakt der Konferenz am Freitag von Berichten über den Tod von Kremlkritiker Alexej Nawalny in einem russischen Gefängnis. Seine Frau Julia hatte daraufhin kurzfristig in ihrer Rede den russischen Präsidenten Wladimir Putin massiv attackiert und zugleich aber auch betont, dass sie selbst nicht bestätigen könne, ob die von der russischen Justiz verbreitete Todesnachricht überhaupt stimme.

Am Samstagabend (17.30 Uhr) dürfte es dann abseits der Hauptbühne nochmals um den möglichen Tod Nawalnys gehen. Dann sprechen beim Programmpunkt Zukunft Russlands die russische Kulturwissenschaftlerin und Nobelpreisträgerin Irina Shcherbakova sowie die nach Deutschland emigrierte russische Journalistin Zhanna Nemtsova.

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