APA - Austria Presse Agentur

Tausende Mitarbeiter für Ernte, Agrarproduktion gesucht

Während die Zahl der arbeitslos Gemeldeten steigt, werden 5.000 Erntehelfer und Tausende Mitarbeiter in der Lebensmittelindustrie gesucht. Wie Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Freitag erklärte, werden etwa 9.000 Mitarbeiter in der Fleischverarbeitung gebraucht. Zur Vermittlung von Arbeitskräften wurde die Plattform "

Während die Zahl der arbeitslos Gemeldeten steigt, werden 5.000 Erntehelfer und Tausende Mitarbeiter in der Lebensmittelindustrie gesucht. Wie Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Freitag erklärte, werden etwa 9.000 Mitarbeiter in der Fleischverarbeitung gebraucht. Zur Vermittlung von Arbeitskräften wurde die Plattform "www.dielebensmittelhelfer.at" eingerichtet.

Köstinger und Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) richteten einen Aufruf an alle, die jetzt etwa ihre Arbeit verloren haben aber auch an Studenten und Menschen in Ausbildung, soweit sie keine Betreuungspflichten für Kinder oder Ältere haben, sich zu melden. Zum neuen Kurzarbeitsmodell, das seit kurzem beantragt werden kann, haben sich bisher im Lauf der Woche 18.000 Firmen beim Arbeitsmarktservice beraten lassen, sagte Aschbacher. Ab heute könne man konkrete Anträge stellen, das Geld soll ab 1. April möglichst rasch fließen.

"Wir werden niemanden zurücklassen." Das sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien. Bereits kommende Woche soll es einen Härtefonds in Höhe von einer Milliarde Euro für stark betroffene Einpersonen- und Kleinunternehmen geben. Die Regierung werde "alles, was es braucht" zur Verfügung stellen, um "dramatische wirtschaftliche und soziale" Einschläge zu verhindern.

Auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) wies auf die nun anlaufenden Hilfen im Wirtschafts- und Arbeitsmarktbereich hin. "Es gibt Menschen, die Angst haben um ihren Job. Wir setzen daher den Corona-Härtefonds auf", dieser werde Kleinstunternehmen wie auch Einzelunternehmen (EPU) unterstützen, verwies sie auf die bereits auf Schiene befindliche Maßnahme. Der eine Milliarde Euro schwere Fonds soll "schnelle und unbürokratische Sofort-Auszahlungen" garantieren. Start für den Fonds soll nächste Woche sein, sagte auch sie.

Grundsätzlich angekündigt hatte Schramböck die Maßnahme bereits Anfang der Woche. Für Betroffene soll es Bargeld auf die Hand geben, das nicht zurückgezahlt werden muss. Es sei eine Unterstützung vom Staat, um das Überleben zu sichern, sagte sie damals. Die Hilfe sei für jene gedacht, bei denen Steuerstundungen, Garantien und Kurzarbeit nicht greifen.

Die genauen Richtlinien für den Härtefonds sollen noch diese Tage im Parlament behandelt werden. Kogler konkretisierte, dass es bereits "im ersten Monat eine Auszahlungstranche geben wird". Der Härtefonds ist Teil des bis zu 38 Milliarden großes Hilfspaket, das die Regierung am Mittwoch verkündet hatte.

"Ich denke, es wird ein Marathon", sagte Kogler zur Corona-Krise. Zunächst werde man aber "einen Sprint hinlegen müssen, gerade im ökonomischen Bereich". "Wir werden die ersten Maßnahmen relativ rasch ausrollen, damit niemand ohne Einkommen dasteht, der es sofort braucht", versprach Kogler. "Wichtig ist, dass wir die Hoffnung nicht verlieren. Bleiben wir mutig", forderte der Vizekanzler.

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