APA - Austria Presse Agentur

Theodor Kramer Preis 2020 geht an Erich Hackl

Der Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil geht heuer an Erich Hackl. Der Autor habe als einer der ersten Schriftsteller in Österreich begonnen, "von den schlichten Handlungen derer zu erzählen, die sich der Vernichtung entgegenstellten", erklärte die Theodor-Kramer-Gesellschaft am Dienstag.

"Seine Gestalten sind von kompakter Lebendigkeit, sind plastisch: Man glaubt, um sie herum gehen zu können, kann sich ihr Verhalten und ihre Gefühle in anderen Situationen als den geschilderten vorstellen", hieß es in der Begründung außerdem. Die Preisverleihung findet am 11. September um 19 Uhr im Pfarrsaal Niederhollabrunn statt.

Mit dem Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil werden sowohl die literarische Qualität, als auch die Haltung und das Schicksal der Preisträger gewürdigt. Er ist mit 8.000 Euro dotiert und wird seit 2001 alljährlich verliehen. Bisherige Preisträger waren u.a. Ruth Klüger, Fred Wander und Milo Dor.

Erich Hackl, geboren am 26. Mai 1954 in Steyr, studierte Germanistik und Hispanistik an den Universitäten in Salzburg, Salamanca und Malaga. Ab 1977 war er Lektor für deutsche Sprache und österreichische Literatur an der Universität Complutense Madrid, von 1979 bis 1983 unterrichtete er als Lehrer für Deutsch und Spanisch in Wien, von 1981 bis 1990 am Institut für Romanistik der Universität Wien. Seit 1983 arbeitet er als freier Schriftsteller.

Hackl erhielt bisher zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Adalbert-Stifter-Preis und den Literaturpreis der Stadt Wien. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Abschied von Sidonie" (1989) oder "Die Hochzeit von Auschwitz. Eine Begebenheit." (2002).

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