APA - Austria Presse Agentur

Greta Thunberg startet am Mittwoch ihre klimaneutrale Atlantik-Reise

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg startet am Mittwoch im Südwesten Englands ihre Atlantiküberquerung auf einer emissionsfreien Hochseejacht.

Das Ziel ist New York, wo sie an Klimademonstrationen und dem Klimagipfel der Vereinten Nationen am 23. September teilnehmen will. Im Dezember wohnt sie der jährlichen UN-Klimakonferenz in Chile bei. Die Reisezeit von Großbritannien nach New York wird in etwa zwei Wochen betragen. Thunberg wählte dennoch den Wasserweg, um eine Reise mit dem Flugzeug und somit Emissionen zu vermeiden. "Wenn man aufhört zu fliegen, reduziert man nicht nur den eigenen CO2-Fußabdruck, sondern sendet auch ein Signal an andere Menschen, dass die Klimakrise real ist", sagte Thunberg. Die Jacht "Malizia II" ist mit Solarpanelen und Unterwasserturbinen ausgestattet, die für Elektrizität an Bord sorgen.

"Ich werde vielleicht ein bisschen seekrank und es wird nicht bequem, aber damit kann ich leben", sagte Thunberg gegenüber dem Sender BBC in Plymouth, von wo aus die Hochseejacht am Mittwochnachmittag ablegen soll. "Wenn es sehr hart wird, muss ich nur daran denken, dass es lediglich für zwei Wochen sein wird", meinte die 16-Jährige, die von ihrem Vater und einem Kameramann auf der Reise begleitet werden wird.

An Bord der Jacht, die auf Geschwindigkeit und nicht Luxus ausgelegt ist, gibt es keine Dusche und auch keine Toilette. "Dass Greta diese Herausforderung annimmt, zeigt, wie sehr sie der Sache verpflichtet ist und wie sehr sie bereit ist, ihre Komfortzone zu verlassen", sagte der Hamburger Skipper Boris Herrmann der Nachrichtenagentur Reuters. Er werde versuchen, die Reise so geschmeidig wie möglich zu gestalten. Erst am Montag veröffentlichte die Aktivistin in den sozialen Medien ein Foto, das sie bei einem Übungs-Törn auf dem Segelboot zeigte.

Den US-Präsidenten Donald Trump will die junge Klimaaktivistin nicht treffen, da sie damit bloß ihre Zeit verschwenden würde, sagte Thunberg in einem Interview mit dem Schweizer Sender RTS. Stattdessen werde sie bei ihrer Reise versuchen, die Bevölkerung zu überzeugen, mehr Druck auf den US-Präsidenten auszuüben.

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