APA - Austria Presse Agentur

Tote bei Kämpfen im Norden Syriens

Bei Gefechten mit den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Nordsyrien sind nach türkischen Angaben elf pro-türkische Kämpfer getötet worden. "Heute Morgen sind elf Mitglieder der Syrischen Nationalarmee als Märtyrer gefallen", sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag in Ankara. Auf der anderen Seite habe es noch mehr Tote gegeben.

Die türkische Armee kämpft seit Anfang Oktober an der Seite pro-türkischer Milizen gegen die YPG in Nordsyrien. Erdogan warnte, sollten die "Terroristen" weiterhin die türkische Armee und ihre syrischen Verbündeten attackieren, würden sie das Feuer erwidern. Er warf der YPG zudem vor, sich nicht an ihre "Versprechen" zum Rückzug aus dem Grenzgebiet zu halten.

Erdogan machte keine Angaben zum Ort der Kämpfe, doch teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit, dass es seit Mittwochabend in der Nähe der Ortschaft Ain Issa Gefechte gebe. Zur Zahl der Opfer machte die oppositionsnahe Organisation keine Angaben. Ain Issa liegt gut 30 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt und damit knapp außerhalb der von der Türkei angestrebten "Sicherheitszone" entlang der Grenze.

Die Türkei hatte im Oktober mit den USA und Russland vereinbart, dass sich die YPG aus einem 30 Kilometer breiten Streifen entlang der Grenze zurückzieht. Der Teil des Grenzgebiets, den die Türkei und ihre syrischen Verbündeten zuvor erobert hatten, soll gemäß der Vereinbarung mit Moskau unter ihrer Kontrolle bleiben, während der Rest von der russischen Militärpolizei und den syrischen Regierungstruppen kontrolliert werden soll.

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