APA - Austria Presse Agentur

Tote und Verletzte bei schwerem Tornado in Arkansas

Ein schwerer Tornado hat die Hauptstadt des US-Bundesstaates Arkansas und ihre Umgebung verwüstet. Nach Angaben der Gouverneurin von Arkansas, Sarah Huckabee Sanders, wurden in dem Unwetter mindestens zwei Menschen getötet und Dutzende verletzt. "Es hat in Zentral-Arkansas erhebliche Schäden gegeben", schrieb Huckabee Sanders auf Twitter. Sie habe den Notstand ausgerufen und die Nationalgarde aktiviert.

Der Tornado war am Freitagnachmittag auf die Hauptstadt Little Rock getroffen. Er war durch zahlreiche Gewitter ausgelöst worden, die Teil eines extremen Wettersystems sind, das zurzeit weite Teile im Landesinneren der USA heimsucht. Krankenhäuser in Arkansas meldeten überfüllte Notaufnahmen. "Wir arbeiten im roten Bereich und haben alle Hände voll zu tun", sagte Aaron Gilkey, Sprecher der Metropolitan Emergency Medical Services (MEMS).

Luftaufnahmen von Little Rock im Fernsehkanal "The Weather Channel" zeigten ein verwüstetes Gebiet mit zahlreichen Häusern ohne Dächer, eingestürzten Mauern und Wänden und umgestürzten Fahrzeugen.

Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes (NWS) gibt es von Freitagabend und bis ins Wochenende hinein Wetterwarnungen für Millionen von Amerikanern in der Mitte, im Süden und im Osten des Landes. Schwere Gewitter und mögliche Tornados bedrohten Teile der Bundesstaaten Missouri, Kentucky und Tennessees. Im Norden der USA werde das Wettersystem voraussichtlich starken Schneefall und Schneestürme mit sich bringen.

Erst vor einer Woche waren bei einem Tornado mindestens 26 Menschen in den Bundesstaaten Mississippi und Alabama ums Leben gekommen. Am Freitag besuchten US-Präsident Joe Biden und seine Frau Jill den kleinen Ort Rolling Fork in Mississippi, der besonders hart von dem Tornado getroffen worden war.