APA - Austria Presse Agentur

Tourismus in Spanien bricht wegen Corona um zwei Drittel ein

Das vom Tourismus wirtschaftlich stark abhängige Spanien hat im März wegen der Coronakrise einen Besuchereinbruch erlitten. Die Zahl der internationalen Touristen fiel um 64,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf rund zwei Millionen, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten amtlichen Daten hervorgeht. Die Ausgaben der Besucher sanken um 64 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.

Der Tourismus trägt rund zwölf Prozent zur Wirtschaftsleistung bei und sichert Millionen Arbeitsplätze. Vor der Pandemie war die Zahl der Touristen sieben Jahre in Folge auf Rekordhöhe gestiegen, wodurch das Land zum zweitbeliebtesten Urlaubsziel der Welt wurde.

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Die Regierung hatte als Reaktion auf den heftigen Ausbruch am 14. März den Notstand ausgerufen, weshalb Hotels und andere touristische Unterkünfte schließen mussten und die Grenzen geschlossen wurden. Beliebte Urlaubsziele wie die Balearen wollen unbedingt wieder öffnen, wenn auch mit reduzierter Kapazität. Hotelbetreiber setzen sich bei der Regierung etwa für die Zulassung begrenzter Reisen zwischen Deutschland und Mallorca ein.

Spaniens Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal um 5,2 Prozent und damit so stark wie noch nie. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone wird nach Prognose der EU-Kommission zufolge heuer um 9,4 Prozent einbrechen. "Die strikten Eindämmungsmaßnahmen, die in Spanien als Reaktion auf den Ausbruch der Pandemie eingeführt wurden, werden wohl zu einem beispiellosen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit führen", erklärte die Brüsseler Behörde.

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