APA - Austria Presse Agentur

Türkischer Präsident Erdogan: Gespräche in Griechenland

Türkeis Präsident Recep Tayyip Erdogan reist am Donnerstag zu Gesprächen mit Griechenlands Premier Kyriakos Mitsotakis nach Athen.

Es ist der erste Besuch Erdogans in der griechischen Hauptstadt, seit Mitsotakis 2019 ins Amt gewählt wurde. Die Visite folgt auf eine mehrjährige politische Eiszeit zwischen den beiden benachbarten NATO-Mitgliedern und gilt als Zeichen für eine Entspannungsphase, die bereits nach dem schweren Erdbeben in der Türkei im vergangenen Februar begann.

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Themen wie Migration, Energie, Tourismus und Klimakrise

Erdogan wird von etlichen Ministern begleitet, die sich mit ihren griechischen Amtskollegen über Themen wie Migration, Energie, Tourismus und Klimakrise austauschen sollen. Das Arbeitstreffen wird auch als "Höchster Kooperationsrat" der beiden Länder bezeichnet.

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Hoffnung auf die Beilegung der vielen Konflikte zwischen Griechenland und der Türkei gibt es jedoch nicht. Dafür sind die Streitigkeiten zu umfangreich. Es geht unter anderem um Hoheitsrechte in der Ägäis und die Ausbeutung von Rohstoffen wie Erdgas unter dem Meeresboden. Zudem stellt Ankara die Souveränität Griechenlands über Inseln wie Chios, Lesbos und Rhodos infrage, weil Athen diese entgegen internationalen Verträgen militarisiert habe.

Brenzlige Themen

Solche brenzligen Themen sollen allerdings nicht das jetzige Treffen bestimmen, sondern könnten in Zukunft nach Entspannungsschritten erörtert werden, hieß es aus Regierungskreisen in Athen. Gerechnet wird mit Statements von Mitsotakis und Erdogan sowie der Unterzeichnung von Vereinbarungen etwa im Bereich Wirtschaft. Am Nachmittag reist der türkische Präsident bereits wieder ab.

Aus dem Kabinett des konservativen Regierungschefs Griechenlands verlautete im Vorfeld, dass es bei Fragen wie der Souveränität klare "rote Linien" gebe. Allerdings sollten bilaterale Meinungsverschiedenheiten "nicht zu Krisen führen".