APA - Austria Presse Agentur

TUI machte im Sommer-Quartal 97 Mio. Euro Betriebsverlust

Die Erholung des Tourismus vom Coronaschock im Sommer hat den Reisekonzern TUI nicht vor einem Verlust im letzten Quartal seines Geschäftsjahres 2021 bewahrt. Im saisonal normalerweise stärksten Zeitraum von Juli bis September erzielte der weltweit größte Reiseveranstalter zwar 3,5 Mrd. Euro Umsatz und damit fast dreimal soviel wie im Vorjahreszeitraum. Operativ fiel aber ein Verlust von 97 Mio. Euro an.

TUI-Chef Fritz Joussen sprach am Mittwoch dennoch von einer erfolgreichen Sommersaison mit einer deutlichen Erholung. Denn vor Jahresfrist hatte TUI einen operativen Verlust von gut einer Milliarde Euro gemacht. "Die übergeordneten Trends sind intakt", erklärte Joussen. "Wir erwarten für den Sommer 2022 und die Hauptreisezeit die Rückkehr zu einem Buchungsniveau in etwa wie vor Corona 2019."

Im Gesamtjahr schrieb TUI unter dem Strich einen Nettoverlust von knapp 2,5 Mrd. Euro bei 4,7 Mrd. Euro Erlös. Der Umsatz ging damit um 40 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 zurück, der Konzernverlust war damals mit 3,1 Mrd. Euro aufgrund der Coronakrise aber noch höher.

TUI-Aktien hatten sich zuletzt nach wochenlanger Talfahrt, die mit der anschwellenden vierten Corona-Infektionswelle im Herbst und dem Aufkommen der neuen Covid-Variante Omikron einherging, etwas erholt. Verschärfungen von noch nicht lange gelockerten Reisebeschränkungen etlicher Länder im Kampf gegen die Pandemie dämpften Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Corona-Krise. TUI erklärte, die reduzierten Kapazitäten im laufenden ersten Quartal seien fast vollständig gebucht. Das entspreche 69 Prozent des Vorkrisenniveaus.