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Hunderte harren nach Unglück auf Fähre in Indonesien aus

Nach einem Fährunglück in Indonesien harren fast 800 Passagiere seit rund zwei Tagen auf dem auf Grund gelaufenen Schiff aus.

Die Einsatzkräfte loteten am Mittwoch Möglichkeiten aus, die "KM Sirimau" aus ihrer misslichen Lage nahe einer Insel in der südlichen Provinz Ost-Nusa-Tenggara zu befreien, wie ein Behördenvertreter sagte. Neben den 784 Passagieren seien auch 55 Besatzungsmitglieder an Bord, die jedoch erstmal nicht von der Fähre geholt werden sollen.

Die Fähre habe kein Leck, weshalb sich darauf konzentriert werde, sie wieder freizubekommen, damit sie den nächsten Hafen ansteuern kann. Die Bemühungen, das Schiff mit Hilfe eines Schleppers zu befreien, seien jedoch bisher gescheitert, sagte der Leiter der Such- und Rettungsbehörde der Stadt Maumere. Misslinge auch ein weiterer Versuch, würden die Menschen von dem Schiff evakuiert. Das Schleppmanöver könne nur bei Flut erfolgreich verlaufen, fügte er hinzu. Ihm zufolge geht es allen Passagieren gut.

Schiffsunfälle kommen in Indonesien, einem Staat mit mehr als 17.000 Inseln, häufig vor. Obwohl die Sicherheitsstandards mangelhaft sind, werden Fähren viel genutzt. 2018 ertranken rund 160 Menschen, als eine Fähre in einem der tiefsten Seen der Insel Sumatra versank. 2009 kamen schätzungsweise 300 Menschen ums Leben, als eine Fähre zwischen Sulawesi und Borneo sank.