APA - Austria Presse Agentur

Uni Wien: Ein Student kam bewaffnet in die Vorlesung

Die Universität Wien hat am Montag ein Hausverbot gegen einen Studenten verhängt, der wiederholt bewaffnet zu Vorlesungen erschienen ist.

Nachdem er in der Vorwoche aufgrund einer offen am Gürtel getragenen Pistole aus dem Hörsaal geführt wurde, wurde bei einer Kontrolle heute, Montag, ein Messer bei ihm gefunden, teilte die Uni mit. Laut "profil online" hatte der Mann auf Social Media Gewaltfantasien gegenüber dem Islam geäußert. Unter anderem habe er sich in einem Posting den Tod im Kampf gegen den Islam gewünscht und zeigte Sympathie für die Aktion "Defend Europe" der Identitären, sowie Matteo Salvini oder Geert Wilders. Auf Twitter schilderte er unter anderem, sein Leben lang unter Schlafstörungen zu leiden und deshalb immer wieder unter Medikamenteneinfluss zu stehen.

Am vergangenen Mittwoch war der Mann mit einer Pistole am Gürtel in die vollbesetzten Räumlichkeiten der Fakultät für Physik in der Boltzmanngasse gekommen und hatte dort eine Vorlesung besucht – mit 400 anderen anwesenden StudentInnen. Die Studierenden seien daraufhin "verständlicherweise verunsichert" gewesen, so die Uni. Laut Hausordnung herrscht an allen Standorten der Universität Wien uneingeschränktes Waffenverbot.

Der Student wurde vom Sicherheitsteam der Uni daraufhin aus dem Hörsaal begleitet und auf das Waffenverbot aufmerksam gemacht, auch die Sicherheitsbehörden wurden eingeschaltet. Der mit einem Waffendokument ausgestattete Mann zeigte sich zwar einsichtig, wurde aber am heutigen Montag bei einer erneuten Kontrolle von der Security mit einem Messer aufgegriffen. Die Uni sprach daraufhin ein Hausverbot aus.

 

Bitte stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu, um Ihnen eine optimale Nutzererfahrung zu ermöglichen. Alle Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie.