APA - Austria Presse Agentur

UNO-Beauftragte: Hamas-Sex-Opfer sollen Schweigen brechen

Angesichts der zunehmenden Zahl von Berichten über sexuelle Gewalt während des brutalen Angriffs der radikalislamischen Hamas auf Israel hat die zuständige UNO-Sonderbeauftragte an die Opfer appelliert, ihr Schweigen zu brechen. "Bitte kommen Sie nach vorn, bitte brechen Sie ihr Schweigen", sagte Pramila Patten am Montag zum Auftakt ihres Israel-Besuchs. Sie wolle "sicherstellen, dass Ihnen Gerechtigkeit widerfährt", so die UNO-Beauftragte für sexuelle Gewalt in Konflikten.

Patten will bei ihrem Besuch in Israel Berichte und mögliche Beweise für sexuelle Gewalt während des Hamas-Angriffes sammeln. Zusammen mit der sie begleitenden Delegation will sie mit Überlebenden, Zeugen und Sicherheitspersonal sprechen. Auch aus der Hamas-Geiselhaft freigelassene Israelis will die UNO-Vertreterin treffen.

"Wir sind hier, um Ihnen in aller Sicherheit und Vertraulichkeit zuzuhören", versprach Patten in ihrer von der israelischen Präsidentschaft verbreiteten Erklärung. "Die Welt muss verstehen, was wirklich geschehen ist am 7. Oktober." Wenn die Opfer oder mögliche Zeugen ihr Schweigen nicht brächen, "dann geben Sie den Tätern nachträglich freie Fahrt".

Die Hamas hatte beim schlimmsten Angriff auf Israel in seiner Geschichte etwa 1.140 Menschen teils unter grausamsten Umständen getötet sowie rund 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel geht seither massiv militärisch im Gazastreifen vor, erklärtes Ziel ist die Zerstörung der Hamas.