APA - Austria Presse Agentur

UNO-Sicherheitsrats verurteilt Luftangriffen auf Ukraine

In einer eilig einberufenen Sitzung des UNO-Sicherheitsrats verurteilen die meisten Ratsmitglieder, darunter die Vereinigten Staaten, Frankreich und Großbritannien, die groß angelegten russischen Luftangriffen auf die Ukraine. Der russische UNO-Botschafter Wassili Nebensja erklärte, Moskau habe nur militärische Infrastrukturen angegriffen, die ukrainischen Luftabwehrsysteme seien für die zivilen Opfer verantwortlich.

Das eigentliche Problem sei, dass die Ukraine ihre Luftverteidigungssysteme in Wohngebieten aufgestellt habe, sagte Nebensja. "Würden die ukrainischen Luftverteidigungssysteme nicht eingesetzt, hätte es überhaupt keine Opfer unter der Zivilbevölkerung gegeben", sagte er weiter.

Bei den Angriffen kurz vor dem Neujahrsfest waren mehr als 30 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt worden. Die ukrainische Führung sprach von massivem "Terror" gegen die Zivilbevölkerung. Tote gab es demnach in Dnipro, Charkiw, Saporischschja, Odessa, Lwiw (Lemberg) und in der Hauptstadt Kiew. Allein in der Hauptstadt wurden mindestens neun Menschen getötet.

Russische Flugabwehreinheiten schossen unterdessen nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums 13 ukrainische Raketen über der südlichen Region Belgorod ab. Einheiten hätten "einen Versuch des Kiewer Regimes vereitelt, einen Terroranschlag zu verüben", hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. Ein Mann sei beim Einschlag in ein Haus getötet worden, sagte Wjatscheslaw Gladkow, Gouverneur der Region Belgorod.

Vier Personen würden wegen Verletzungen behandelt. Zehn Privathäuser seien beschädigt, und die Wasserversorgung in der Stadt Belgorod sei unterbrochen worden.

Laut Angaben des Gouverneurs der Region Brjansk im Süden Russlands wurden dort sechs ukrainische Drohnen abgeschossen. Die Drohnen seien "ein weiterer vereitelter ukrainischer Terroranschlag", sagte Gouverneur Alexander Bogomaz. Es habe keine Verletzten gegeben.