Unwetter forderte sechs Verletzte bei Linzer Straßenfest

Eine Baustelle und fünf umliegende Häuser sind Donnerstagnachmittag im Tiroler Fieberbrunn (Bezirk Kitzbühel) wegen eines Brandes evakuiert worden.
Orkanartige Sturmböen und Starkregen haben Samstagabend die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. In Linz wurden sechs Personen bei einem Straßenfest von einem herabfallenden Ast verletzt. Insgesamt waren im Bundesland mehr als 2.500 Feuerwehrleute im Unwettereinsatz. Auf den Salzburger Seen kam es zu einigen Zwischenfällen mit Wassersportlern, die es nicht rechtzeitig ans Ufer geschafft hatten. Auch einige Veranstaltungen waren von den Unwettern betroffen.

In Oberösterreich erwischte die Front vor allem den Norden des Bundeslandes. Rund 175 Feuerwehren wurden zu etwa 200 Einsätzen gerufen, informierte das Landesfeuerwehrkommando, das - da die Unwetter erwartet worden waren - im Vorfeld sicherheitshalber personell aufgestockt worden war. Insgesamt rund 2.550 Einsatzkräfte waren damit beschäftigt, die Notrufe abzuarbeiten, umgestürzte Bäume wegzuräumen und Dächer provisorisch abzudecken sowie andere Sturmschäden zu beseitigen.

Auch über den Salzburger Flachgau und den Tennengau zog am Abend eine heftige Sturmfront. Sie dürfte Badegäste und Wassersportler an den Seen überrascht haben bzw. wurden die Sturmwarnleuchten, die in Betrieb waren, nicht oder zu spät beachtet. Die Wasserrettung hatte alle Hände voll zu tun: Am Hintersee kenterte ein Boot, auch am Mattsee musste ein Boot geborgen werden. Am Wiestalstausee konnten sich zwei Stand-up-Paddler zwar selbst ans Ufer retten, allerdings an einer kaum zugänglichen Stelle. Sie wurden von der Wasserrettung mit einem Motorboot abgeholt. Alle Zwischenfälle endeten ohne Verletzte. Die Wasserrettung appellierte angesichts der Vorfälle, unverzüglich das nächste Ufer aufzusuchen, sobald die orangen Warnlichter zu blinken beginnen.

In Linz wurden bei einem Straßenfest sechs Personen verletzt. Sie dürften sich laut Polizei unter einen Baum gestellt haben, als ein Ast abbrach. Insgesamt hatte die Feuerwehr allein in Linz rund 50 Sturmeinsätze zu bestreiten.

Auch zahlreiche andere Veranstaltungen waren von den Unwettern betroffen, wenn auch weniger dramatisch: So wurde der Campingplatz des Electric Love Festivals in Salzburg am Samstag sicherheitshalber geräumt. Bei einem Festival in Kirchdorf in Oberösterreich wurde ein Kleinbus von einem herabfallenden Ast getroffen und schwer beschädigt, verletzt wurde niemand. Das Salzkammergut Open Air in Gmunden war vorsorglich auf den frühen Abend vorverlegt worden.

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