Die Journalistin Alexandra Föderl-Schmid ist am Freitagvormittag lebend aufgefunden worden.

APA - Austria Presse Agentur

Vermisste Journalistin Föderl-Schmid lebend aufgefunden

Die Journalistin Alexandra Föderl-Schmid ist am Freitagvormittag lebend aufgefunden worden.

Update: 9.2.2024: 
Ein oberösterreichischer Polizist entdeckte sie stark unterkühlt unter einer Inn-Brücke in Braunau. Die Polizei bestätigte das Auffinden einer 53-jährigen Abgängigen gegenüber der APA. Laut "Kronen Zeitung" handelt es sich um Föderl-Schmid. Sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

Vorausgegangen war eine am Donnerstag eingeleitete großangelegte Suchaktion im Inn an der Grenze zwischen Österreich und Bayern. Zahlreiche Medien aus Deutschland und Österreich hatten unter Berufung auf einen Bericht der "Passauer Neuen Presse" über die Abgängigkeit der prominenten österreichischen Journalistin berichtet. Föderl-Schmid stellte ihre operative Tätigkeit als stv. Chefredakteurin der "Süddeutschen Zeitung" am Montag vorübergehend ruhend, nachdem Vorwürfe zu ihrem Umgang mit Quellen laut geworden waren. Die langjährige "Standard"-Chefredakteurin sah sich überdies mit Plagiatsvorwürfen bezüglich ihrer im Jahr 1996 eingereichten Dissertation konfrontiert.

Bei der Vermissten handle es sich um eine 53-jährige, in München wohnhafte Frau, wurde der APA von der zuständigen Münchener Polizei am Abend bestätigt. Laut weiteren Kreisen der Exekutive gibt es mehrere Indizien, die darauf hinweisen, dass es sich um die österreichische Journalistin Alexandra Föderl-Schmid handeln dürfte. Die Suche verlief vorerst erfolglos.

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Auch zahlreiche Medien aus Deutschland und Österreich berichteten unter Verweis auf einen Artikel der "Passauer Neuen Presse", dass es sich um die aus Oberösterreich stammende stellvertretende Chefredakteurin der "Süddeutschen Zeitung" handeln soll. Föderl-Schmid war langjährige "Standard"-Chefredakteurin und seit 2017 für die "SZ" tätig. Vom Medienhaus war indes keine Bestätigung zu erhalten, ob es sich bei der Vermissten um Föderl-Schmid handelt.

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Zuletzt war die 53-Jährige beruflich unter Druck geraten, nachdem Vorwürfen zu ihrem Umgang mit der Zitierung von Quellenmaterial laut geworden waren. Überdies war bekannt geworden, dass das rechtspopulistische Portal "Nius" - bei dem unter anderen der einstige "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt an Bord ist - bei "Plagiatsjäger" Stefan Weber bereits vergangenen Dezember eine Prüfung von Föderl-Schmids Dissertation in Auftrag gegeben hatte. Dieser warf der Journalistin "Plagiatsfragmente" in ihrer Arbeit vor. Die Journalistin hatte sich deshalb am Montag vorübergehend aus dem operativen Tagesgeschäft zurückgezogen. In der Folge machten sich zuletzt aber mehrere Stimmen für Föderl-Schmid stark.