Verstärkte Verkehrskontrollen zu Pfingsten

Im Vorjahr 63.000 erwischte Raser am verlängerten Wochenende
Die Polizei verstärkt am Pfingstwochenende wieder österreichweit ihre Verkehrskontrollen. Im Fokus der bundesweiten Schwerpunkte stehen Raser und Drängler sowie Alkohol- und Drogenlenker, teilte das Innenministerium (BMI) am Freitag in einer Aussendung mit. Kontrolliert wird vor allem auf Haupt- und Ausflugsrouten, aber auch auf Straßen im untergeordneten Straßennetz sowie auf beliebten Routen für Motorradfahrer. Der ÖAMTC meldete bereits am Freitagvormittag die ersten Staus.

Die ausgeweiteten Verkehrsmaßnahmen unter dem Titel "Aktion Sicher" laufen laut BMI von Freitag bis einschließlich Dienstag. "Ziel der verstärkten Überwachung ist, die Zahl der Unfälle möglichst gering zu halten und eine nachhaltige Verhaltensveränderung bei Verkehrsteilnehmern zu mehr Rücksicht und Verantwortung im Straßenverkehr zu bewirken", betonte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).

Im Vorjahr wurden am Pfingstwochenende mehr als 63.000 Geschwindigkeitsübertretungen von der Bundespolizei geahndet sowie rund 470 Alkolenker und 70 Drogenlenker aus dem Verkehr gezogen. Bei 518 Verkehrsunfällen mit Personenschaden wurden 620 Menschen verletzt und drei Fahrzeuglenker getötet. Im Jahr 2021 war mit einem Todesopfer das bisher günstigste Ergebnis seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres 1967 verzeichnet worden. Am Pfingstwochenende 1979 hatte es 45 Verkehrstote gegeben.

Der Start ins verlängerte Wochenende machte sich laut ÖAMTC bereits Freitagfrüh bemerkbar. Vor allem auf der Tauernautobahn (A10) in Richtung Süden gab es erhöhtes Verkehrsaufkommen. Hier wurden vor dem Ofenauer sowie vor dem Tauerntunnel, Blockabfertigungen aktiviert. Es kam zu mehreren Kilometern Stau. Vor dem Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden mussten sich Reisende ebenfalls gedulden, hier gab es Verzögerungen von Oberaudorf in Deutschland bis auf die Inntalautobahn (A12) bei Kufstein Nord.

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