APA - Austria Presse Agentur

Einbruch bei Karoline Edtstadler: Vier Jahre Haft für Angeklagten

Ein 50-jähriger Mann mit serbischen Wurzeln ist am Mittwoch am Wiener Landesgericht für einen Einbruch in die Wiener Wohnung von Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) zu vier Jahren unbedingter Haft verurteilt worden.

Der mehrfach Vorbestrafte nahm die Strafe nach Rücksprache mit Verteidiger Peter Philipp an und verabschiedete sich von den anwesenden Medienvertreterinnen und -vertretern mit einem höflich-irritierenden "Auf Wiedersehen". Auch der Staatsanwalt war mit der Sanktion einverstanden. Das Urteil ist damit bereits rechtskräftig.

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Einbruch in Wohnung von Verfassungsministerin Karoline Edtstadler

Der Angeklagte hatte sich gemeinsam mit einem vorerst noch unbekannten Komplizen in professioneller Manier Zutritt in Edtstadlers Wohnung verschafft, indem sie am 23. August 2023 die Sicherheitstür mit einem Hebelwerkzeug und einer Druckplatte aufbrachen. Die beiden rafften dann in den Räumlichkeiten Wertgegenstände in Höhe von rund 8.000 Euro zusammen und wollten die Beute gerade aus der Wohnung schaffen, als sie die an der Adresse eintreffende Kriminalpolizei bemerkten. Edtstadler hatte zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, die die Polizei auf den Plan riefen. Die Einbrecher ergriffen mit 60 Euro Bargeld und einer WLAN-Kamera überstürzt die Flucht. Der 50-Jährige konnte jedoch in weiterer Folge aufgrund am Tatort hinterlassener DNA-Spuren ausgeforscht und festgenommen werden.

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Edtstadler war bei der Verhandlung nicht anwesend. Auf Grund der geständigen Verantwortung des Angeklagten hatten Staatsanwaltschaft und Verteidigung schon im Vorfeld auf ihre zeugenschaftliche Einvernahme verzichtet. Der vorsitzende Richter eines Schöffensenats hatte die Ministerin daher nicht geladen.