Unwetter in Vorarlberg: Feuerwehreinsätze nach Starkregen

Unwetter in Vorarlberg: Einsätze nach Starkregen - Bodensee sehr
Gewitterfront mit Hagel zog über das Land. Der Pegel des Bodensees hat mittlerweile die Fünf-Meter-Marke überschritten.

Sintflutartiger Regen hat am Sonntagabend in Vorarlberg zu mehreren Feuerwehreinsätzen geführt. Gegen 19.30 Uhr zog eine Gewitterfront mit Starkregen und Hagel über das Land. Betroffen waren vor allem die Regionen im Norden. Keller und manche Unterführung liefen voll. Unterdessen sorgte der hohe Wasserstand des Bodensees in den Vorarlberger Anrainergemeinden weiter für Anspannung.

Hoher Wasserstand des Bodensees sorgt für Anspannung

Aufgrund der teils intensiven Niederschläge und der Schneeschmelze transportiert der Rhein weiter große Wassermengen in den See. Wie die Wasserwehr am Alpenrhein am späten Sonntagnachmittag bekannt gab, werden aus Sicherheitsgründen die üblicherweise für Jedermann zugänglichen Rheinvorländer - dabei handelt es sich um Überflutungsflächen des Alpenrheins - von Lustenau bis zur Rheinmündung gesperrt.

Der Pegel des Bodensees stand am Sonntag bei über fünf Metern - genau bei 5,04 Meter. Im langjährigen Durchschnitt betrug der Wasserstand am 9. Juni 4,11 Meter. Eine Höhe von 5,12 Meter gilt als Wert, den der Bodensee nur alle zehn Jahre erreicht. In den Gemeinden Bregenz, Hard und Fußach wurden mobile Schutzanlagen eingerichtet. Laut Prognose soll der Bodensee noch bis Dienstag um einige Zentimeter weiter ansteigen.

Hochwasserschutzeinrichtungen

"Die Dauersiedlungsgebiete der Stadt Bregenz und der Gemeinden am Vorarlberger Bodenseeufer sind durch feste und mobile Hochwasserschutzeinrichtungen bestens geschützt. Das ist das Allerwichtigste", sagte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP). Dämme, höher gelegte Uferwege und mobile Einrichtungen schützten vor Überflutungen. Pumpwerke sorgten für die Hinterlandentwässerung, indem sie Bachwasser in den See pumpen. Es bestehe kein Grund zur Sorge, die Aufmerksamkeit bleibe aber hoch, betonte Wallner.

Am Rhein wurde eine Abflussspitze von rund 1.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde erwartet. Diese sollte am Montag erreicht werden - die Schutzdämme des Rheins sind auf 3.000 Kubikmeter ausgerichtet, das entspricht einem 100-jährlichen Hochwasserereignis. Dennoch wurden die Vorländer auf österreichischer Seite gesperrt. "Die Bevölkerung wird gebeten, sich nicht in der Nähe des Rheins aufzuhalten, um mögliche Arbeiten der Einsatzkräfte nicht zu behindern. Auch aus Gründen der persönlichen Sicherheit sollen Rheindämme, Vorland und insbesondere die Innenwuhre gemieden werden", hieß es.

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