Vulkan Fuego in Guatemala spuckt Gas und Asche

Der Fuego-Vulkan mit Rauchsäule im Mai 2023
In Guatemala ist der Vulkan Fuego ausgebrochen, einer der aktivsten Vulkane Zentralamerikas. Der Vulkan, der nur 35 Kilometer von der Hauptstadt Guatemala-Stadt entfernt ist, spuckte am Sonntag Gas und Asche in den Himmel. Die Behörden riefen Flugzeugpiloten und Touristen zu besonderer Vorsicht auf. Guatemalas Institut für Vulkanologie meldete "schwache und mäßige Explosionen mit einer Häufigkeit von vier bis sieben pro Stunde".

Die Gas- und Aschewolken waren demnach bis zu 4.800 Meter hoch. In Ortschaften östlich und nordöstlich des Vulkans sei "feine Asche" niedergegangen, erklärte die Behörde. In einigen Häusern habe das Grollen des Vulkans für leichte Erschütterungen gesorgt.

Flugzeuge, die in Höhen unter 5.000 Metern und im Umkreis von 30 Kilometern um den Fuego und den nahe gelegenen Vulkan Santiaguito unterwegs sind, sollen der Behörde zufolge "Vorsichtsmaßnahmen" treffen. Auch bei touristischen Aktivitäten wie Bergsteigen ist demnach Vorsicht geboten.

Der 3.760 Meter hohe Fuego bricht im Durchschnitt alle vier bis fünf Jahre aus. Bei einem Ausbruch im Jahr 2018 zerstörte Lava das Dorf San Miguel Los Lotes. Hunderte Menschen kamen ums Leben - 215 Leichen wurden gefunden, etwa ebenso viele Menschen gelten seither als vermisst.

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