Weitere Tote nach neuen Überschwemmungen in Afghanistan

Die Behörden registrierten fast 100 Tote in Farjab und Ghor
In Afghanistan ist die Zahl der Todesopfer bei neuen Überschwemmungen infolge starker Regenfälle laut Behörden weiter gestiegen. Mindestens 47 Menschen seien in der nördlichen Provinz Farjab ums Leben gekommen, sagte ein Vertreter der Regionalregierung am Sonntag. Am Samstag hatte die zentralafghanische Provinz Ghor mitgeteilt, dass dort bei Überschwemmungen und anhaltendem Starkregen mindestens 50 Menschen umgekommen seien.

Allein in der Provinzhauptstadt von Ghor, Feros-Koh, seien 2.000 Häuser vollständig zerstört und 4.000 beschädigt worden, wie es am Samstag geheißen hatte. In Farjab fielen nun mindestens 300 weitere Wohngebäude den Fluten zum Opfer, teilten die Behörden mit.

Erst vor gut einer Woche waren bei schweren Überschwemmungen im Zuge heftiger Regenfälle in Norden des Landes nach Behördenangaben 315 Menschen getötet und mehr als 1.600 verletzt worden. Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge wurden viele Menschen obdachlos.

Afghanistan wird von den Vereinten Nationen (UNO) als eines der durch den Klimawandel am stärksten gefährdeten Länder eingestuft. Seit der Machtübernahme der radikal-islamischen Taliban und dem Abzug der ausländischen Truppen im Jahr 2021 macht dem Land zudem eine Kürzung internationaler Entwicklungshilfe zu schaffen.

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