APA - Austria Presse Agentur

Weltrisikobericht warnt vor Coronagefahr für Flüchtlinge

Zivile Hilfsexperten mahnen im Weltrisikobericht 2020 zu einem besseren Schutz für Flüchtlinge vor den Folgen der Corona-Pandemie.

 Diese verschärfe "die ohnehin prekären Verhältnisse, in denen viele der derzeit fast 80 Millionen Geflüchteten und Vertriebenen weltweit leben", warnten die Autoren. Sie sehen ein erhöhtes Risiko, "dass ein solches Ereignis zur humanitären Katastrophe wird". "Auch Wanderarbeiter und Wanderarbeiterinnen sind von den Auswirkungen der Pandemie besonders betroffen. Im Fall eines extremen Naturereignisses sind sie daher besonders verwundbar", heißt es in dem Bericht, der vom Bündnis Entwicklung Hilft und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum (IFHV) veröffentlicht wurde.

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Der Weltrisikobericht enthält als zentrales Element den Weltrisikoindex 2020, der für 181 Länder das Risiko angibt, dass dort ein extremes Naturereignis zu einer Katastrophe führt. Seit 2018 wird der Index vom IFHV berechnet. Die drei Länder mit dem höchsten Katastrophenrisiko sind demnach die tropischen Inselstaaten Vanuatu, Tonga und Dominica. Österreich findet sich auf der Liste auf Platz 147.

Für Dominica konnte das Risiko aufgrund verbesserter Datenlage erstmals berechnet werden. Insgesamt befinden sich die Hotspot-Regionen des Katastrophenrisikos in Ozeanien, Südostasien, Mittelamerika sowie in West- und Zentralafrika. Europa habe "das mit Abstand geringste Katastrophenrisiko aller Kontinente", so der Bericht.