APA - Austria Presse Agentur

WienerInnen sind zufrieden mit den "Coolen Straßen"

Die WienerInnen finden die jüngst eingerichteten "Coolen Straßen" offenbar nicht uncool.

Zahlreiche Passanten hätten seit dem Start vor einer Woche die Gelegenheit zum Ausruhen bzw. Abkühlen genutzt, hieß es am Freitag im Büro von Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne). Eine Gruppe von rund 100 Anrainern finde sich sogar täglich in den Zonen ein. Nun wird bereits an einen Ausbau der Aktion gedacht.

Die urbanen Erfrischungsgebiete wurden in drei Gegenden eingerichtet, die aufgrund der dichten Bebauung zu den Temperatur-Hotspots der Stadt gehören. Vorerst gibt es drei öffentliche Pausenräume, nämlich in Ottakring, in Favoriten und im Bezirk Landstraße. Aufgestellt wurden dort Bänke, Pflanzen, Rollrasen oder Sprühnebelanlagen.

Vier Wochen wird das Projekt getestet, anschließend soll eine Evaluierung folgen. Wenn diese bestätige, was in der ersten Woche bereits beobachtet werden konnte, möchte sie die "Coolen Straßen" im nächsten Sommer auf mehr Bezirke und auf längere Zeit ausweiten, kündigte Hebein an: "An der Verkehrsberuhigung führt mittelfristig kein Weg vorbei, denn der öffentliche Raum gehört allen."

Beschwerden bezüglich der nun fehlenden Parkplätze seien bisher kaum gemeldet worden, wurde versichert. Aus den Logbüchern der Betreuer geht laut Rathaus hervor, dass die Straßen am stärksten von Kindern genutzt werden. Die vorbeikommenden Passanten wiederum verweilen fünf bis zehn Minuten. Auch Nachbarschaftsaktivitäten entwickeln sich: Zum Teil werde die Organisation inzwischen von den Anrainern übernommen, hieß es. Es wurde auch bereits Kaffee "über die Gasse" serviert.

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