Wiener Architekturfotografin Margherita Spiluttini gestorben

Spiluttini fotografierte für renommierte Architekten und Künstler
Die Architekturfotografin Margherita Spiluttini ist 76-jährig gestorben. Das gab die Christine König-Galerie in Wien, bei der Spiluttini unter Vertrag stand, am Freitagabend bekannt. Spiluttini wurde als Tochter eines Baumeisters in Schwarzach im Pongau geboren, absolvierte eine Ausbildung als medizinisch-technische Assistentin und arbeitete zunächst am AKH Wien in der Nuklearmedizin. Als Autodidaktin machte sie ihre Leidenschaft für die Fotografie schließlich zum Beruf.

Spiluttini fotografierte für renommierte Architekten und Künstler wie Adolf Krischanitz, mit dem sie seit 1973 verheiratet war, Friedensreich Hundertwasser, Friedrich Achleitner, Hermann Czech, David Chipperfield oder Olafur Eliasson. Sie galt als eine der besten Fotokünstlerinnen und -künstler für Architektur in Europa, war jahrelang Mitglied im Vorstand der Wiener Secession und wurde mit zahlreichen Preisen - etwa 2016 mit dem Österreichischen Staatspreis für künstlerische Fotografie - ausgezeichnet. Seit 2014 hinderte sie eine Erkrankung - Spiluttini litt an multipler Sklerose - am Fotografieren. Spiluttini, die ihren künstlerischen Vorlass dem Architekturzentrum Wien übergeben hatte, hinterlässt ein etwa 120.000 Diapositive umfassendes Archiv.

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