APA - Austria Presse Agentur

Wiener mögen Wien immer mehr - mit kleinen Ausnahmen

Die Stadt Wien erfreut sich bei ihren Bewohnerinnen und Bewohnern steigender Beliebtheit - auch wenn in vereinzelten Bereichen die Zufriedenheit leicht zurückgegangen ist. Das geht aus den ersten Ergebnissen der Studie "Leben und Lebensqualität" hervor. Auch das Wachstum der Stadt stört offenbar nicht wirklich viele.

Abgefragt wurde etwa, was die Stadtbewohner davon halten, dass in Wien immer mehr Menschen leben. Der Aussage, dass man das Wachstum grundsätzlich positiv sehe, stimmten 41 Prozent "sehr" oder "eher schon" zu, nur 17 Prozent "eher nicht" bzw. 8 Prozent "gar nicht". Von diesem - allerdings wie er selbst eingestand "erstaunlichen" - Resultat zeigte sich auch Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) angetan, wie er versicherte.

Größer wurde in den vergangenen Jahren auch die Zufriedenheit mit dem Angebot an Schulen und der Kinderbetreuung sowie den Öffis bzw. dem Radwegenetz. Auch das subjektive Sicherheitsgefühl ist noch besser geworden. Hier vergaben 42 Prozent auf einer Schulnotenskala die Note "Sehr Gut". 2013 waren es nur 34 Prozent gewesen. Mit "Gut" wurde es immerhin noch von 31 Prozent bewertet, nur drei Prozent fühlen sich gar nicht sicher.

Die Entwicklung des Gesundheitswesens wurde hingegen insgesamt nicht mehr ganz so positiv wahrgenommen - wobei die Noten "Sehr Gut" und "Gut" noch immer mehr als 70 Prozent des Anteils ausmachten. Ähnlich gestaltete sich das Bild bei der Frage nach den Wohnmöglichkeiten. Vermutet wird, dass Wartezeiten im Gesundheitsbereich oder steigende Mieten die Zufriedenheit dämpften.

Die Untersuchung wurde von der Stadt Wien gemeinsam mit der Universität Wien in Zusammenarbeit mit dem Institut für empirische Sozialforschung (IFES) beauftragt bzw. durchgeführt. Der Stichprobenumfang betrug mehr als 8.000 Interviews, wie Eva Zeglovits vom IFES-Institut erläuterte. Zuletzt war eine ähnliche Erhebung 2013 durchgeführt worden. Die damaligen Daten dienten nun als Vergleichswert.

Die genauen Details zur Studie werden erst folgen, vorerst ist nur eine erste Auswertung erstellt worden, wie betont wurde. Dann will die Stadt auch die entsprechenden Schlüsse ziehen: "Ich sehe darin schon eine wichtige Handlungsanleitung für die Kommunalpolitik", betonte Ludwig. Die designierte Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) freute sich über ein "klasses Ergebnis". Der Stadt gelinge es offenbar sehr gut, eine hohe Lebensqualität zu gewährleisten, befand sie.

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