Willi "dankbar", Anzengruber sieht sich "voll dabei"

Willi zeigte sich kämpferisch für die Stichwahl gegen Anzengruber
Der erste Wahlgang zur Innsbrucker Bürgermeisterwahl ist geschlagen und die beiden Stichwahl-Kandidaten, Amtsinhaber Georg Willi (Grüne) und Ex-ÖVP-Vizebürgermeister Johannes Anzengruber (JA - Jetzt Innsbruck), zeigten sich dementsprechend glücklich.

Willi empfand "große Freude und Dankbarkeit" Anzengruber sah sich im Rennen um den Bürgermeistersessel indes "voll dabei".

Der amtierende Bürgermeister sah für sich beide Wahlziele - erster Platz für die Grünen bei der Listenwahl sowie erster Platz in der Bürgermeisterdirektwahl - erreicht. Dass die Grünen bei der Gemeinderatswahl Verluste einstecken mussten, trübe laut Willi die Freude nur ein wenig: "Ich habe mich selten über ein Minus so gefreut". In der Bürgermeisterstichwahl gegen Anzengruber heiße es nun "rennen, rennen, rennen". Er werde alles dafür tun, wieder in der Stichwahl zu obsiegen. "Ich habe auch dazugelernt", warb Willi um Stimmen. Nun strebe er eine "Fortschrittskoalition" an und geißelte erneut "Verhinderer" in der vergangenen Legislaturperiode. Bezüglich konkreter Koalitionsvarianten ließ Willi sich nicht in die Karten blicken. Ihm gehe es vielmehr darum, mit Partnern "große, wichtige Projekte" umzusetzen.

Der ehemalige Arzler Almwirt und ÖVP-Abspalter Anzengruber fühlte sich nach der Bekanntgabe des Ergebnisses "gewaltig". Das Rennen um den Bürgermeistersessel werde "sehr knapp", meinte er. Nun gelte es, "parteifreie Kommunalpolitik" zu machen. Über etwaige Sondierungen oder Koalitionen wollte er sich am Wahlabend indes noch keine Gedanken machen. Erst "morgen", Montag, gelte es, darüber nachzudenken. Seine ehemalige Heimatpartei ÖVP habe sein Potenzial "vielleicht nicht gesehen", meinte er dazu, dass nicht er selbst als Spitzenkandidat nominiert worden war.

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