APA - Austria Presse Agentur

Zahl der Asylbewerber in Europa im Juni stark gestiegen

Die Zahl der Asylsuchenden in Europa ist im Juni stark gestiegen auf rund 31.500 Menschen.

Sie lag damit aber immer noch deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Das teilte die EU-Asylagentur EASO in Valletta auf Malta am Donnerstag mit. Zuvor hatte "Der Spiegel" über die neuen Zahlen berichtet. Dabei seien in den 27 EU-Staaten sowie Norwegen und der Schweiz im Juni 28.039 Erstanträge auf Asyl verzeichnet worden - mehr als dreimal so viele wie im Mai. In der Hochphase der Corona-Krise mit ihren Reisesperren war die Migration stark zurückgegangen. Im März seien die Werte jedoch noch vergleichbar mit denen im Juni gewesen, erläuterte die Agentur.

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Einen ähnlichen Trend wie die EASO habe das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR registriert, schrieb "Der Spiegel": Demnach seien im Juli 10.517 Migranten über die Mittelmeerrouten nach Europa gekommen, über Südosteuropa seien es im Juni 9.534 gewesen. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex habe im Juli 8.650 illegale Grenzübertritte erfasst, etwa ein Drittel mehr als im Juni.

Laut der Asylagentur EASO gab es seit Jahresanfang 212.100 Asylanträge in den EU-Staaten sowie Norwegen und der Schweiz, 37 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.