APA - Austria Presse Agentur

Zahl der Radfahrer in Vorarlberg stieg deutlich an

Das Land Vorarlberg hat an seinen 18 Radzählstellen zwischen 2020 und 2023 ein Plus an Radfahrern von 17,5 Prozent registriert. Man könne davon ausgehen, dass der Radverkehr im Land seinen Modal-Split-Anteil von 16 Prozent im Jahr 2018 - 16 Prozent der Alltagswege wurden mit dem Fahrrad zurückgelegt (Österreich-Durchschnitt: 6 Prozent) - weiter erhöht habe, informierte die Landesregierung am Dienstag. 2024 werden 13,5 Mio. Euro in den Ausbau der Radinfrastruktur gesteckt.

Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und Mobilitätslandesrat Daniel Zadra (Grüne) unterstrichen, dass diese Entwicklung nur aufgrund der vom Bund genehmigten Radverkehrsförderung möglich gewesen sei. Vorarlberg hat von 2020 bis 2022 rund 28,4 Mio. Euro an Förderung erhalten - das Bundesland hat damit über 30 Prozent des gesamten für Österreich reservierten Fördervolumens abgeholt. "Diese hohen Bundesförderungen erhalten wir, weil wir systematisch klare, plausible Projekte definieren, die wir zur Förderung einreichen", sagten Wallner und Zadra. Für 2023 lägen die Förderkennzahlen des Bundes noch nicht vor, "aber wir sind zuversichtlich, das 'Gelbe Trikot' verteidigt zu haben", so die zwei Politiker.

Für 2024 hob Zadra die neue Galgentobelbrücke (2,3 Mio. Euro) hervor, die zentraler Bestandteil einer Landesroute und einer Radschnellverbindung ist. Als Leuchtturmprojekte nannte er die beiden Großprojekte "Radfahren durchs Ried" und "Radschnellverbindung Vorderland/am Kumma", durch deren Realisierung Lücken im Alltagsroutennetz geschlossen werden. Für beide Projekte ist die Fertigstellung 2028/29 vorgesehen, die Realisierung erfolgt in einzelnen Abschnitten.