APA - Austria Presse Agentur

Zoll nahm in den ersten drei Quartalen 5,2 Mrd. Euro ein

Der Zoll hat hierzulande in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres 5,2 Milliarden Euro eingenommen, wie das Finanzministerium am Samstag bekannt gab. Das bedeutet eine massive Steigerung gegenüber 2020, wo der Reise- und Güterverkehr pandemiebedingt stark zurückgegangen war. Heuer führten die von den 1.600 Zöllnerinnen und Zöllnern vorgenommenen Kontrollen bis Ende September daher zu einer deutlich höheren Zahl an Feststellungen und Verfahren als im Vorjahr.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Steigerung von rund 7,5 Prozent. Die Gesamtsumme der bisherigen Einnahmen aus Verbrauchsteuern setzt sich unter anderem aus rund drei Milliarden Euro aus der Mineralölsteuer, rund 1,6 Milliarden Euro Tabaksteuer, rund 151 Millionen Euro Biersteuer und rund 135,8 Millionen Euro Alkoholsteuer zusammen, berichtete das Ministerium.

Wieder zugenommen haben auch Schmuggelwaren. Insgesamt übersteigt die Anzahl der Tabakwarenaufgriffe durch den Zoll bereits in den ersten drei Quartalen 2021 die Bilanz des gesamten Vorjahres - 1.664 Aufgriffe bis September 2021 stehen 1.228 im Jahr 2020 gegenüber und zeigen, dass die Grenzen nicht nur für den internationalen Tourismus wieder aufgegangen sind, hieß es in der Aussendung. Besonders ins Auge stechen dabei rund 516 Kilogramm Wasserpfeifentabak, die von Jänner bis September 2021 sichergestellt werden konnten.

Überwacht wird auch der Bargeldverkehr, hauptsächlich im Rahmen von Reisekontrollen. In den ersten drei Quartalen 2021 lag die Zahl der aus Aufgriffen resultierenden Finanzstrafverfahren bei 39, im Vorjahreszeitraum waren es noch 18. Die Coronavirus-Pandemie stelle die 1.600 Zöllnerinnen und Zöllner vor große Herausforderungen, meinte Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP). "Die vorliegenden Daten zeigen die hohe Professionalität und Effizienz unserer Zöllnerinnen und Zöllner. Ob im Kampf gegen Tierschmuggel, Produktpiraterie oder die Ausfuhr nichtdeklarierten Bargelds - die österreichische Finanz- und Zollverwaltung hält in allen Bereichen diese hohe Qualität", sagte Brunner.

Die Entwicklung der Corona-Pandemie brachte im Sommer 2021 wieder mehr Freiheiten – das spiegelt sich auch in den Daten des Zollamts Österreich wider. So steigerte sich die Zahl der Reisenden im dritten Quartal 2021 gegenüber dem zweiten Quartal um rund 73,4 Prozent auf 5,2 Millionen Reisende. Im Vergleich zum Zeitraum Jänner bis September 2020 kam es in den ersten drei Quartalen 2021 zu 41,8 Prozent mehr Feststellungen von Vergehen oder Verfehlungen.

Insgesamt erledigten die Zollbediensteten im Jahr 2021 bisher rund fünf Millionen Abfertigungen für die Wirtschaft. Im Vergleich mit den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 entspricht das einer Zunahme von 61,2 Prozent. Zurückzuführen ist das u.a. auch auf Folgen des Brexit, die Zunahme im Bereich eCommerce und die nun notwendige Deklaration auch im Bereich der Kleinstsendungen.