APA - Austria Presse Agentur

Animationsfilm "Sowas von super!" zeigt Kinderhelden

Hedvig ist nicht die archetypische Superheldin. Zunächst einmal ist Hedvig elf Jahre alt und weder besonders sportlich, noch besonders geschickt. Die kleine Norwegerin liebt dagegen Computerspiele. Allerdings ist die kleine Protagonistin im Kinderanimationsfilm "Sowas von super!" die Tochter des Superlöwen, dem stadtbekannten Superhelden. Und steht man doch in einer familiären Verantwortung.

Eigentlich ist Papa, der im löwenartigen Superheldenoutfit alltäglich die kleinen oder größeren Tragödien in der Stadt verhindert, ja Hedvigs großes Vorbild, seit sie ihre Mutter und Papa seine Partnerin verloren hat. So ganz will es ihr aber nicht gelingen, der Tradition zu folgen, dass immer das Kind vom jeweiligen Vorgänger die Superheldenrolle übernimmt. Hedvig hat schlicht keine Superkräfte.

Doch dann lässt sie irrtümlich den wichtigen Superheldenanzug ihres Vaters in der Maschine einlaufen. Der passt nun nur mehr einem Kind. Nach einem gescheiterten Versuch mit Hedwig im Löwenkostüm entscheidet sich Papa jedoch, lieber Cousin Adrian zum Nachfolger zu machen. Ob das die richtige Entscheidung ist? Und braucht man unbedingt einen Anzug, um sich als Superheld zu beweisen? Und was sagt eigentlich Oma dazu, die ja schließlich selbst einmal Superlöwin war?

Die Moral kommt in "Sowas von super!" kindgerecht verpackt daher und ist letztlich auf das Kondensat "Man muss keine Superkräfte haben, um super zu sein. Man muss nur man selbst sein" einzudampfen. Aber das Ganze kommt knuddelig turbulent und kleinkindgerecht daher. Hinter "Sowas von super!" steht mit Qvisten Animation das größte Animationsstudio Skandinaviens, das sich für die Ausgestaltung der Charaktere Unterstützung von Carter Goodrich ("Ich - Einfach unverbesserlich") geholt hat.

Auf ungeteilte Zustimmung stieß die Zeichnung der Protagonisten allerdings nicht, musste die Berlinale doch im Vorjahr die geplante Galapremiere des Werks absagen, nachdem die Anti-Racism Taskforce for European Film Einspruch gegen das Werk erhoben hatte. In der damaligen Erklärung beklagte diese: "In diesem Film verwandeln sich die weißen Helden in Löwen, die im Gegensatz zu Löwen dunkelbraune Hände und teilweise dunkelbraune Gesichter und Körper haben, was - wie unsere Kollegen betonten - Darstellungen sind, die im kolonialen Denken wurzeln, in dem schwarze Menschen historisch gesehen entmenschlicht und mit Tieren verglichen wurden". Tja.