Bushido leidet unter Sehstörungen und starken Schmerzen

Bushido und seine Frau auf dem roten Teppcih vor einer weiß schwarzen Werbewand.
Nur selten spricht der Rapper über sein jahrelanges Leiden, das teilweise dazu führt, dass er nichts mehr sehen kann.

Der deutsche Rapper und achtfache Vater hat schon seit dem Teenageralter mit den Symptomen von Migräne zu kämpfen. Wie schlimm das war und immer noch ist, darüber hat der 44-Jährige nun gesprochen.

Zusammen mit seiner Ehefrau Anna-Maria hat Bushido, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt, den RTL+ Podcast "Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi" gestartet. In einer der Folgen spricht der Musiker auch über seine Migräne, an der er bereits seit 30 Jahren leidet.

Was ist Migräne?

Dem öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs zufolge handelt es sich bei Migräne um "eine Erkrankung des Gehirns, die nicht gänzlich heilbar, jedoch gut behandelbar ist. Bei einem Migräneanfall kommt es zu plötzlichen, mäßigen bis sehr starken Kopfschmerzen meist auf einer Seite – oft auch mit Begleiterscheinungen. Migräne zählt zu den häufigsten Kopfschmerzarten und zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit."

Der genaue Auslösemechanismus dafür ist noch nicht ausreichend erforscht. Der Kölner Neurologe Prof. Gereon Nelles erklärt: "Die Ursache für Migränekopfschmerzen ist bisher unbekannt, Forscher vermuten eine entzündliche Gefäßreaktion an der Hirnhaut sowie eine Fehlfunktion von schmerzleitenden Nervenzellen."

Bushido leidet unter Sehstörungen

Wie intensiv die Schmerzen bei dem Rapper während einer Migräneattacke ausfallen, offenbarte er im RTL-Podcast, der am 25.8. offiziell erscheint: "Dann ist es teilweise so stark, dass ich mir so ein Tuch um die Stirn binde, ganz fest zuschnüre, dass dieser Gegendruck meinen Kopf nicht zum Zerplatzen bringt. [...] Ich bin in dem Moment ausgeknockt, ich kann nichts mehr machen."

In einer älteren Podcastfolge gesteht der Familienvater, dass ihn – neben starken Schmerzen, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit – besonders ein bestimmtes Symptom "einschüchtert" und "ängstlich werden lässt." Denn gelegentlich sind die Attacken dermaßen heftig, dass der Musiker unter Sehstörungen leidet: "Es ist halt wirklich so, dass ich dann teilweise über ne Stunde überhaupt nicht mehr sehen kann."

Autogenes Training half gegen Panikattacken

Gegenüber RTL berichtet der 44-Jährige, dass seine Migräne sogar Panikattacken zur Folge hatten. Autogenes Training sowie Psychotherapie haben ihm geholfen, die Angst vor und während Migräneattacke in den Griff zu kriegen. Der Rapper habe sich mittlerweile mit dem Zustand abgefunden und gibt sich zuversichtlich: „Ich habe es aber mittlerweile einfach akzeptiert. Ich möchte jetzt mein Leben auch nicht mehr so stark einschränken. Ich möchte auch nicht das Familienleben darunter leiden lassen."

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