Hat Jeffrey Epstein den Microsoft-Gründer Bill Gates erpresst?

Wurde Bill Gates von Jeffrey Epstein erpresst?
Ein Medienbericht deutet darauf hin, dass der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein offenbar Bill Gates erpressen wollte.

Der verstorbene Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) könnte womöglich Bill Gates (67) damit bedroht haben, eine angebliche Affäre des Microsoft-Mitgründers öffentlich zu machen. Das deutet ein Bericht des "Wall Street Journal" an. Laut anonymer Quellen habe Epstein von einer außerehelichen Affäre Gates' erfahren und dies als Druckmittel gegen ihn einsetzen wollen.

Nur Kosten für eine Schulung?

Gates, der seit 1994 mit seiner damaligen Ehefrau Melinda (58) verheiratet war, habe demnach um 2010 herum die russische Bridge-Spielerin Mila Antonova kennenglernt. Epstein wiederum lernte sie 2013 kennen und bezahlte ihr demnach später einer Programmier-Schulung. Im Jahr 2017 habe er schließlich Gates, der sich an einem Wohltätigkeitsfonds Epsteins beteiligen sollte, per E-Mail kontaktiert und diesen darum gebeten, die Kosten für die Schulung zu übernehmen.

Mit der Angelegenheit vertraute Quellen erklärten nun demnach, dass diese E-Mail eindeutig impliziert habe, dass Epstein über die angebliche Affäre Bescheid wisse und diese öffentlich machen könnte. Um die Kurskosten könne es aufgrund des Vermögens beider Männer nicht wirklich gegangen sein.

"Herr Gates traf sich mit Epstein ausschließlich aus philanthropischen Gründen", erklärte ein Sprecher. Nachdem es jenem "wiederholt nicht gelungen war, Herrn Gates über diese Angelegenheiten hinaus zu locken, versuchte er erfolglos, eine frühere Beziehung auszunutzen, um Herrn Gates zu bedrohen". Es habe "keine finanziellen Beziehungen" zwischen den beiden gegeben.

"Es war ein riesiger Fehler"

2019 hatte die "New York Times" berichtet, dass es mehrere Treffen von Epstein und Gates gegeben habe. Eine Sprecherin des Unternehmers erklärte damals, dass es dabei stets um Philanthropie gegangen sei. Gates bereue es demnach, sich jemals mit Epstein getroffen zu haben.

Melinda Gates, die 2021 von ihrem Ehemann geschieden wurde, soll schon Ende 2019 mit Scheidungsanwälten in Kontakt gestanden haben, wie das "Wall Street Journal" damals schrieb. Bedenken über Treffen ihres Ex-Mannes mit Epstein seien angeblich einer der Gründe für die eingereichte Scheidung gewesen.

"Es war ein riesiger Fehler, Zeit mit ihm zu verbringen", sagte Gates wiederum gegenüber CNN über die Treffen. Es hätte mehrere gemeinsame Abendessen gegeben, weil Gates gehofft habe, durch Epstein an Geldgeber für sein Ziel, die globale Gesundheit, kommen zu können: "Als es so aussah, als ob das nicht klappen würde, endete diese Beziehung."

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